Škvorec: Schloss, Kirche und Naturpark Višnovka
Škvorec verbindet eindrucksvolle Baugeschichte mit Natur- und Aktivthemen, die sich zu unterschiedlichen Reiseplänen zusammenstellen lassen. Im Mittelpunkt steht der weitläufige Schlosskomplex: Er erstreckt sich vom nordwestlichen Teil der Gemeinde bis in deren Zentrum. Die beiden Hauptgebäude, das sogenannte Alte Schloss und das sogenannte Neue Schloss, bilden die Westseite des großen unteren Platzes gegenüber der Kirche der heiligen Anna.
Schlossensemble und Geschichte von Škvorec
Zum geschützten Schlosskomplex gehören das sogenannte Alte Schloss, das sogenannte Neue Schloss, der ehemalige Wirtschaftshof, die Umfassungsmauer mit Toren, der Schlosspark und die Flächen des abgegrenzten Areals. Die Bezeichnung „ehemaliger Wirtschaftshof“ bewahrt dabei die historische Einordnung dieses Teils der Anlage. Das Neue Schloss ist ein eingeschossiger länglicher Baukörper mit einem dreizehnachsigen Flügel und einer anschließenden Kapelle. Über einen breiten Verbindungstrakt ist er an die Ecke des Alten Schlosses angebunden.
Auch die Kirche der heiligen Anna trägt zur historischen Gestalt des Ortes bei. Die spätbarocke Kirche entstand in den Jahren 1759 bis 1767 und grenzt an einen Friedhof mit einer Friedhofskapelle beziehungsweise Leichenhalle. Im Tschechischen Zentralregister der unbeweglichen Kulturdenkmäler ist sie unter der Nummer 36016/2–2170 eingetragen. Für die Ortsgeschichte ist außerdem der 13. Dezember 1497 bedeutsam: An diesem Tag erhielt Jan Škvorecký z Klinštejna von König Vladislav Jagellonský ein Privileg, das Škvorec zum Städtchen erhob und wöchentliche Märkte jeden Freitag erlaubte.
Natur, Wege und unterschiedliche Ausflugsideen
Eine andere Seite der Umgebung zeigt der Naturpark Višnovka. Er entstand aus einer historischen Obstplantage. Dadurch steht neben dem Schlossensemble ein landschaftliches Thema, dessen Ursprung nicht in höfischer Architektur, sondern in der früheren Nutzung des Geländes liegt.
Der Hmyzí trail verläuft im Kontext der Gastgemeinde von Třebohostice nach Zlatá und zurück. Die Strecke ist etwa 3 km lang und umfasst 10 Stationen. Damit bietet die Route eine klar umrissene Möglichkeit, Naturthemen mit einer überschaubaren Wegstrecke zu verbinden. Einen besonderen Landschaftsaspekt bildet außerdem der ehemalige, heute geflutete Steinbruch Lom Na plachtě nahe Třebohostice. Er ist als Naturdenkmal mit einer Fläche von 0,7918 ha geschützt. Das Naturdenkmal Lom Na plachtě nahe Třebohostice schützt seit 1990 Granitaufschlüsse mit gefluteten Abbauvertiefungen.
Wenn Sie den Schwerpunkt auf Bewegung legen möchten, können Sie von Škvorec aus in Richtung Úvaly auf Radwege auffahren. Die asphaltierten Wege eignen sich auch zum Inlineskaten. So stehen kulturgeschichtliche Motive, eine Route mit zehn Stationen und befestigte Wege für verschiedene Formen der Tagesplanung nebeneinander, ohne dass Sie sich auf nur eine Art der Entdeckung festlegen müssen.
Kirchliche Tradition in Škvorec
Eine in Škvorec angekündigte Svatoanenská pouť anlässlich des Festes der heiligen Anna begann mit einer Messe in der Kirche der heiligen Anna. Anschließend war eine Wallfahrtsfeier im Gasthaus U Zálabských vorgesehen.
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