Klecany: Geschichte, Moldau und Radroute
Klecany ist ein Ziel für Reisende, die historische Spuren, Moldau-Landschaft und Wege für Radfahrer in einer Reise verbinden möchten. Baugeschichte, archäologische Landschaft, Aussichtspunkte, eine Fähre und ein Gedenkort eröffnen unterschiedliche Zugänge. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts nach Kultur, Landschaft oder Bewegung setzen.
Kirche, Schloss und Burgwallanlage
Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Klecany ist erstmals 1332 urkundlich erwähnt. Ursprünglich war sie ein gotischer Bau, später wurde sie im Barockstil umgebaut. An einem einzigen Bauwerk lassen sich damit zwei deutlich unterscheidbare historische Prägungen erkennen.
Auch das Schloss von Klecany verweist auf eine lange Vergangenheit: An seiner Stelle stand eine Festung, die bereits 1380 erwähnt wird; das Schloss selbst ist seit 1607 belegt. Die zeitliche Abfolge macht den Ort für alle interessant, die bei einer Reise nicht nur heutige Landschaft, sondern auch ältere Siedlungs- und Baugeschichte entdecken möchten. Die zeitliche Staffelung verankert das heutige Schloss in einer länger zurückreichenden Ortsgeschichte.
Eine besondere historische Spur ist die Burgwallanlage von Klecany. Sie ist als bedeutende archäologische Fundstätte eingestuft und liegt zwischen Klecany und der Moldau oberhalb des rechten Flussufers südwestlich der Stadt. Die Anlage umfasste rund 5,8 Hektar und war ringsum befestigt. Stellenweise ist bis heute ein Erdwall im Gelände erhalten. Die sichtbare Erdstruktur ergänzt die archäologische Einordnung um ein konkretes Landschaftsmerkmal.
Aussichten und Moldau-Bezüge
Für den Blick auf die Flusslandschaft bietet der Aussichtspunkt Vyhlídka oberhalb der Moldau einen Blick in das Flusstal sowie auf Levý Hradec und eine Schleuse. Der Aussichtspunkt Vyhlídka nad jezem liegt auf einem steilen Felsen; auf dessen Gipfel steht ein Holzkreuz.
Eine weitere Verbindung zur Moldau bietet die Fähre von Klecánky. Sie befördert Personen, Fahrräder und kleine Motorräder. Überquerungen sind an dieser Stelle bereits seit 1911 belegt. Die Moldau ist hier zugleich Landschaft und Übergang zwischen den Ufern.
Radroute, Weg und Erinnerungskultur
Die Fernradroute Nr. 7 „Labská stezka Praha – Drážďany“ verläuft im Ortsteil Klecánky durch Klecany. Ergänzend führt der größtenteils künstlich angelegte Weg Čertovka von der Burgwallanlage von Klecany zur Moldau. So stehen die Fernradroute und der Weg am Fluss für unterschiedliche Formen der Fortbewegung.
Auch die Erinnerungskultur ist mit einem konkreten Ort verbunden. Eine Gedenktafel an der Černá skála erinnert an den Besuch von Tomáš Garrigue Masaryk am 16. Juli 1920. Ein jährlicher Gedenkzug zu seinen Ehren endet am Vorabend des 7. März an der Černá skála, die vor Ort auch „Masarykova skála“ heißt. Der Ort verbindet damit ein fest datiertes Ereignis mit einer jährlich wiederkehrenden Erinnerung.
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