Samopše an der Sázava
Samopše liegt in einer gegliederten, bewaldeten Hügellandschaft. Die Sázava sowie der Úžický- und der Talmberský-Bach schneiden sich in tiefe, stellenweise felsige und vielfach gewundene Täler ein. Wälder prägen das Gebiet; stellenweise finden sich naturnahe Bereiche. So beginnt die Orientierung nicht mit einem einzelnen Ausflugsziel, sondern mit dem Wechsel aus Fluss, Wald und historischen Spuren.
Radfahren an der Sázava
Durch das Gebiet von Samopše verläuft eine markierte Radroute auf dem Korridor Sázava–Talmberk–Rataje nad Sázavou. Die offizielle Radroute 3/A ist ein etwa 13 Kilometer langer Rundkurs über Sázava, Talmberk, Mrchojedy, Samopše und Budín zurück nach Sázava. Von Samopše führt die 3/A auf einem Pfad am rechten Ufer der Sázava entlang weiter nach Budín und Sázava. Der markierte Korridor, der Rundkurs und dieser Uferabschnitt beschreiben unterschiedliche Formen der Routenorientierung. Die Route 3/A ist dabei als Rundkurs angelegt, während der Abschnitt ab Samopše den weiteren Verlauf am rechten Sázava-Ufer nennt. Die etwa 13 Kilometer der Runde geben dem Ausflug einen klaren Rahmen.
Station, Fluss und Wallburg
Von der Bahnstation Samopše führt eine Route entlang der Sázava zur Wallburg Vraník. Die Bahnstrecke Světlá nad Sázavou–Čerčany verläuft nahe der Grenze des Gebiets von Samopše am linken Ufer der Sázava; an ihr liegt die Bahnstation Samopše. Die Fußgängerbrücke von Samopše ermöglicht den Zugang zur Bahnstation Samopše und zu einer Feriensiedlung am linken Ufer der Sázava. Für die Orientierung vor Ort bilden die Bahnstation, die Brücke und der Verlauf zur Wallburg eine nachvollziehbare Abfolge zwischen Bahnstrecke, Sázava-Ufer und historischem Ziel.
Talmberk und historische Spuren
Talmberk wurde erstmals 1297 urkundlich erwähnt; die Herren von Talmberk bewohnten die Burg bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die gotische Burg Talmberk wurde auf einem Felsvorsprung errichtet und war zu Beginn des 16. Jahrhunderts bereits verlassen. Im näheren Umfeld von Samopše wird Mrchojedy in einem ersten Beleg aus dem Jahr 1316 mit Alvík z Mrchojed als dort ansässigem Grundherrn erwähnt. Im Jahr 1337 gehörte ein Teil von Mrchojedy zum Kloster Sázava. Damit reichen die historischen Spuren von der mittelalterlichen Burggeschichte bis zu frühen Ortsbelegen.
Bezeichnete Naturmerkmale
Im Gebiet von Samopše ist das regionale Biocentrum RC 940 Přívlacký meander ausgewiesen. Im näheren Umfeld liegt in Přívlaky zwischen Ledečko und Samopše die als „Přívlacká mušle“ bezeichnete natürliche Besonderheit; ihre schmalste Stelle ist 150 Meter lang. Beide Namen ergänzen die Landschaftsbeschreibung um konkret bezeichnete Naturmerkmale.
Weitere Orte zur Orientierung
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