Miskovice: Aussicht, Kultur und Radwege in Tschechien

Miskovice verbindet eine sanft hügelige Landschaft mit bemerkenswerten Kultur- und Naturthemen. Verstreute Gehölze prägen die Gemeindelandschaft, die vom Rand des Polabí-Tieflands auf 270 Metern über dem Meeresspiegel bis zu 450 Metern am Aussichtshügel Vysoká reicht. Dadurch können Sie bei Ihrer Reise zwischen Weitblicken, geschichtlichen Spuren und ruhigen Entdeckungen in der Landschaft wählen.

Weitblick und Geschichte auf der Vysoká

Der Aussichtsturm auf der Vysoká ist 38 Meter hoch. Seine Aussichtsplattform liegt in 25 Metern Höhe und ist über 144 Stufen erreichbar. Von dort reicht der Panoramablick über die umliegenden Wälder, Felder und Dörfer. Auf dem bewaldeten Gipfel befindet sich außerdem die als Belveder bezeichnete Ruine einer Einsiedelei mit der Kapelle des heiligen Johannes des Täufers aus dem Jahr 1697. Die Ruine wurde im Mai 1958 in das zentrale Verzeichnis der unbeweglichen Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik eingetragen.

Naturdenkmale und besondere Landschaftsformen

Das Nationale Naturdenkmal Rybníček u Hořan ist der einzige natürliche Fundort der vom Aussterben bedrohten Dichtblättrigen Wasserpest, auf Tschechisch Groenlandia densa, in Tschechien. Am Rybníček u Hořan wird vom Betreten des Wassers und vom Pflücken von Pflanzen abgeraten; Fischzucht ist dort verboten. Eine andere geologische Besonderheit sind die Miskovicer Pseudodolinen. Sie liegen 0,5 bis 1 Kilometer nördlich von Miskovice und bewahren die letzten verbliebenen pseudokarstischen Erscheinungen dieser Gegend.

Kulturgeschichtliche Entdeckungen rund um Miskovice

Bei Bylany gehört die Feldekův-Wassermühle zu einem Areal mit Mühlengebäude, einer Statue des heiligen Johannes von Nepomuk, Wirtschaftsgebäuden, einer Scheune und einer steinernen Einfriedungsmauer. Zwischen Bylany und Přítoky liegt die Quelle des heiligen Adalbert. Sie ist von einem Backsteinbau mit einer Statue umgeben und wird von einem 180 Meter langen überfluteten Stollen gespeist. Früher versorgte die Quelle alle 16 Brunnen von Kutná Hora sowie zahlreiche Bürgerhäuser mit Wasser.

Etwa 50 Meter nördlich der Straße zwischen Mezholezy und Bylany steht ein erhalten gebliebener Kalkofen. Als technisches Denkmal ist er mit der langen Tradition des Kalksteinabbaus und der Kalkverarbeitung in der Region verbunden. Die neolithische Siedlung von Bylany gilt als bedeutende Stätte der tschechischen prähistorischen Archäologie; an der Geländeoberfläche sind heute jedoch keine Spuren der prähistorischen Siedlung sichtbar. In Miskovice besitzt die Tvrz einen Renaissancekern aus dem späten 16. Jahrhundert, teilweise sind originale Renaissance-Fenstergewände erhalten.

Routen für Familien und Radfahrer

Der südliche Rundweg des Lehrpfads Stříbrná stezka ist eine leichte, 9,5 Kilometer lange Route, die für Familien mit Kindern geeignet ist. Für längere Radtouren führt die Radroute CKH7 von Miskovice über Na Obci nach Škvárovna und verläuft auf einer grün markierten KČT-Strecke. Sie ist 33,1 Kilometer lang, mit einer möglichen Abweichung von ±5 Prozent. Zwischen Mezholezy und Miskovice umfasst CKH7 eine steile Abfahrt auf einer schmalen Straße. Die beiden Routen unterscheiden sich damit klar in Länge und Charakter und helfen Ihnen, den Schwerpunkt Ihres Ausflugs zu wählen.

Weitere Orte zur Orientierung

Für Ihre weitere Orientierung können Sie auch Staňkovice, Čestín, Chabeřice, Církvice, Košice U Nepoměřic, Vavřinec, Malešov und Semtěš einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kutná Hora.

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