Chabeřice – Sázava, Natur und Dorfgeschichte

Chabeřice zwischen Sázava, Natur und Dorfgeschichte

Chabeřice verbindet eine markante Landschaft mit kleinen historischen Entdeckungen. Nördlich des Ortes liegt der 476 Meter hohe Hügel Jordán. Durch Chabeřice fließt der Bach Jordán, der früher drei Teiche speiste. Auch die Sázava prägt die Umgebung: Der markierte Radweg Nr. 019 führt durch Chabeřice und Holšice und verläuft im Gebiet von Chabeřice entlang des Flusses.

Felsen, Mäander und Wasser an der Sázava

Die Chabeřické skály sind eine Naturlokalität mit wärmeliebenden Pflanzen. Oberhalb der Bahnstrecke zwischen Zruč nad Sázavou und Chabeřice wachsen dort geschützte Kräuter. Einen anderen Landschaftseindruck vermittelt die Nivní louka Sázavy u Chabeřic, ein unbebauter Mäander der Sázava, der von Ornithologen geschätzt wird. In diesem Gebiet kann das Vorkommen der Wasserralle (Rallus aquaticus) beobachtet werden. Für die Naturbeobachtung unterscheiden sich die Schauplätze deutlich: Auf den Felsen stehen Pflanzen, am Mäander die Wasserralle im Vordergrund. Die Wasserralle verleiht diesem Flussabschnitt einen konkreten Artenbezug. Unterhalb der Bahnstrecke zwischen Zruč nad Sázavou und Chabeřice gibt es an der Sázava außerdem eine Badestelle.

Zur Orientierung in der Umgebung gehört auch eine ehemalige Mühle von Chabeřice, die heute als Erholungszentrum an der Sázava zwischen Zruč nad Sázavou und Chabeřice unterhalb der Bahnstrecke dient. Die Chabeřický Mühle ist als öffentliche Freizeiteinrichtung im Gebiet von Chabeřice ausgewiesen. Die Chabeřický Mühle liegt unterhalb der Bahnstrecke; die Chabeřické skály befinden sich oberhalb davon.

Kapelle, Glockenturm und lokale Überlieferungen

Östlich des Dorfes steht an der Straße nach Zruč nad Sázavou zwischen zwei Linden die Nischenkapelle der Heiligen Dreifaltigkeit. Sie stammt aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Auf dem Dorfplatz von Chabeřice steht ein steinerner Glockenturm. Seine Glocke stammt aus dem Jahr 1737, wurde während des Ersten Weltkriegs beschlagnahmt und in den 1920er-Jahren ersetzt. Gedenklinden stehen an der Kreuzung U Ovčína und bei der Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit in Richtung Zruč nad Sázavou. Die Kapelle an der Straße und der Glockenturm auf dem Dorfplatz markieren zwei unterschiedliche Punkte im Ortsbild.

Auch die ältere Geschichte bleibt präsent: Vermutlich bildete die Festung Jedlina die Grundlage von Chabeřice. Der lokalen Überlieferung zufolge erhielt der Hügel Jordán in der Hussitenzeit seinen Namen.

Weitere Entdeckungen rund um Chabeřice

Die Zručská-Strecke zum Aussichtsturm Babka hat einen Abzweig zu einem natürlichen Aussichtspunkt bei den Chabeřické skály. Neben dem Bahnhof an der Strecke in Richtung Zruč nad Sázavou und Kácov liegt ein Flugplatz für Ultraleichtflugzeuge; auf diesem Flugplatz wurde alljährlich ein Flugtag veranstaltet. Für Ihre weitere Orientierung können Sie auch Miskovice, Vodranty, Žáky, Staňkovice, Zleby, Černíny-Krasoňovice, Stipoklasy und Potěhy ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kutná Hora.

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