Horní Lomná entdecken

Horní Lomná liegt in den Mährisch-Schlesischen Beskiden am Flüsschen Lomná und gilt als Erholungsgebiet. Die Gemeinde verbindet geschützte Natur, markante Berglandschaften und stille Kulturorte. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, an dem sich verschiedene Urlaubstage zusammenstellen lassen: vom Naturerlebnis im Nationalen Naturreservat bis zu einem kurzen, ruhigen Rundgang an der Kirche.

Urwaldnatur und Berglandschaft

Das Nationale Naturreservat Mionší ist der größte Komplex eines karpatischen Tannen-Buchenwaldes in Tschechien. Horní Lomná teilt sich dieses Schutzgebiet mit der benachbarten Gemeinde Dolní Lomná. Im Mionší wachsen alte Buchen und Tannen. Durch die große Menge an Totholz finden dort zahlreiche seltene Pilze, Käfer und Vögel Lebensraum. Gerade diese Verbindung aus alten Bäumen und ungewöhnlicher Artenvielfalt macht das Reservat zu einem eigenständigen Naturerlebnis.

Der Zugang ist zugleich klar geregelt: Seit 2015 ist der Zugang zum Lehrpfad Mionší, der am Rand des Urwalds verläuft, nur mit einem von der Gemeinde Dolní Lomná bereitgestellten Führungsdienst möglich. Der Besuch folgt damit nicht dem Muster eines frei zugänglichen Spazierwegs, sondern einer geführten Erkundung. Diese Besonderheit sollten Sie bei der Planung Ihres Naturtages berücksichtigen.

Ein weiterer markanter Punkt ist der Velký Polom. Er ist der östlichste Tausender der Beskiden an der tschechisch-slowakischen Grenze und ein wichtiger Knotenpunkt für Wanderwege nach Severka, Skalka, Muřinkový vrch und Bílý Kříž. Im Naturdenkmal Kyčmol zeigt sich die Landschaft wiederum in kleinerem Maßstab: Es handelt sich um eine kleine Feuchtwiese im Tal des Flusses Lomná, im südlichsten Teil des waldfreien Gebiets Kyčmol.

Wege, Winter und traditionelle Architektur

In Horní Lomná gibt es zahlreiche Kammwege für den Skilanglauf. Wer für den Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte sucht, kann zwischen dem geführten Naturpfad, den Kammwegen und den kulturhistorischen Zielen im Ort wählen.

Zu den erhaltenen Besonderheiten gehören zahlreiche volkstümliche Gebäude, insbesondere im Gebiet Horní Přeláč. Einen festen kulturellen Bezugspunkt bildet die neugotische Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes. Sie wurde 1894–1896 erbaut und am 12. Juni 1896 geweiht. Oberhalb der Kirche führt ein Kreuzweg durch eine Waldschlucht. Seine sehr ruhige, meditative Atmosphäre unterscheidet ihn deutlich von den größeren Berg- und Naturerlebnissen der Umgebung.

Der Kreuzweg ist etwa 700–900 Meter lang und lässt sich in gemütlichem Tempo in 20–30 Minuten begehen. Für Familien oder Reisegruppen mit unterschiedlichen Interessen kann dieser kurze Weg deshalb einen eigenen Programmpunkt bilden, ohne ihn mit einer ausgedehnten Bergwanderung gleichzusetzen. Wenige Schritte von der Kirche entfernt liegt außerdem die Lurdská jeskyně mit der Mariánská studánka. Seit mehr als hundert Jahren kommen Pilger, Touristen und Einheimische hierher.

Bei der Suche nach einem Hotel in Horní Lomná können Sie den gewünschten Charakter Ihres Aufenthalts in den Mittelpunkt stellen. Naturinteressierte finden im Mionší ein außergewöhnliches Waldgebiet, müssen für den Lehrpfad jedoch den ausschließlich möglichen Führungsdienst einplanen. Für einen aktiveren Tag stehen der Velký Polom mit seinen anschließenden Wanderwegen und die zahlreichen Kammwege für den Skilanglauf im Vordergrund. Wer es ruhiger angehen möchte, entdeckt die Kirche, den Kreuzweg, die Lurdská jeskyně und die volkstümlichen Gebäude in Horní Přeláč. Damit stehen in Horní Lomná unterschiedliche Schwerpunkte aus Natur, Bewegung und Kultur nebeneinander.

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