Staré Hamry – Beskydy, Kirchen und Lehrpfade

Staré Hamry zwischen Beskidenlandschaft und Kultur

Staré Hamry liegt im Landschaftsschutzgebiet Beskydy (CHKO Beskydy) und verbindet geschützte Natur mit einer markanten regionalen Kulturlandschaft. In den Ortsteilen sind charakteristische Holzhäuser mit Weiden und kleinen Feldern erhalten. Sie prägen gemeinsam das typische Landschaftsbild der Beskiden und machen den Ort zu einem Ziel, an dem sich Naturbeobachtung, regionale Geschichte und aktive Ausflüge miteinander verbinden lassen.

Hochmoor, Schlucht und ursprünglicher Wald

Das Naturdenkmal Podgruň ist eine feuchte Hochmoorwiese am nordwestlichen Hang des Gruň-Kamms im Gebiet der Mährisch-Schlesischen Beskiden. Dort schützt Podgruň seltene und geschützte Pflanzenarten. Einen anderen Landschaftseindruck vermittelt das Naturreservat Draplavý: Es bewahrt einen kleinen Rest eines ursprünglichen, urwaldartigen Tannen-Buchen-Bestands entlang der geomorphologisch interessanten Schlucht eines Bergbachs. An diesen Lebensraum sind seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten gebunden. Damit stehen zwei unterschiedliche Naturerlebnisse nebeneinander: eine offene, feuchte Hochmoorwiese und ein bewaldeter Schluchtbereich.

Holzkirche auf dem Gruň und Kirchen im Ort

Zu den auffälligsten Kulturdenkmälern gehört die Holzkirche der Jungfrau Maria auf dem Gruň. Sie stammt aus dem Jahr 1887 und besitzt einen rechteckigen Grundriss mit einem fünfeckigen Presbyterium. Seit dem 8. Oktober 2002 ist sie als Kulturdenkmal geschützt. Rund um das Fest der Helferin der Christen im Mai finden dort Wallfahrten statt. Besichtigungen sind nach vorheriger Vereinbarung im nahe gelegenen Haus St. Josef möglich. Wer die Kirche besuchen möchte, sollte diese besondere Form des Zugangs daher bei der Ausflugsplanung berücksichtigen.

Eine zweite historische Station ist die steinerne Kirche St. Heinrich in Staré Hamry. Ihr Grundstein wurde am 12. Juli 1863 gelegt; zwei Jahre später war die Kirche fertiggestellt. An sie knüpft der Lehrpfad Gruň–Bílý Kříž an. Ein weiteres kulturhistorisches Denkmal ist das Denkmal für Maryčka Magdónová, das an Petr Bezruč und seine Schlesischen Lieder erinnert.

Winter, Radfahren und Lehrpfade

Für Wintersport steht der Ski Park Gruň zur Verfügung. Er verfügt über drei Abfahrten mit einer Gesamtlänge von 3,8 km, eine Zweisitzer-Sesselbahn und zwei Schlepplifte. Eine andere saisonale Perspektive bietet die Route „Zadními horami na kole“: Der größte Teil verläuft auf asphaltierten Wegen, empfohlen werden Trekking- oder Mountainbikes. Im Winter kann diese Tour auch auf Langlaufskiern unternommen werden. So lässt sich dieselbe beschriebene Route je nach Jahreszeit auf unterschiedliche Weise erleben, ohne dass ihre Streckenführung neu interpretiert werden muss.

Der Lehrpfad Gruň–Bílý Kříž beginnt an der Kirche St. Heinrich in Staré Hamry und endet am Dreiländerstein an der Grenze zwischen Mähren, Schlesien und der Slowakei. Inhaltlich vermittelt er die Geschichte von Staré Hamry und den Bau des Šance-Stausees. Der Lehrpfad Javořina–Němčanka–Samčanka ist etwa 6,7 km lang und bildet zusammen mit dem Bilderweg einen ungefähr 9 km langen Rundweg.

Informationen und Anreise

Im Infocentrum Šance erhalten Schulklassen, Exkursionsgruppen und interessierte Besucher eine persönliche Führung. Zusätzlich informiert dort ein interaktives System aus fünf Touchscreens über das Wasserbauwerk Šance und das wasserwirtschaftliche System des Povodí Odry. Für die Anreise gibt es Busverbindungen nach Staré Hamry von Frýdlant nad Ostravicí über Ostravice sowie von Turzovka in der Slowakei.

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