Hlavnice: Kirche, Schloss und Landschaft entdecken
Hlavnice zwischen Feldlandschaft und Kulturerbe
Hlavnice liegt im Landschaftsraum Nízký Jeseník und im Landschaftstyp der Feldlandschaft Opavsko. Diese Verbindung gibt dem Ort einen klaren landschaftlichen Rahmen: Die Reise lässt sich mit historischen Bauwerken ebenso wie mit einer Radtour durch die Umgebung verbinden. Die Radroute 6159 verläuft durch Hlavnice und schließt an den Radweg Opava–Jakartovice an. So führt ein aktiver Ausflug direkt mit der Ortsgeschichte zusammen.
Kirche und Schloss als prägende Orte
Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit wurde 1773–1776 an der Stelle einer abgetragenen Holzkirche erbaut. Im Inneren sind figurative biblische Szenen von Kramolín, ein seltener Rokokoaltar und ein barocker Altar erhalten. Im selben Innenraum lassen sich zwei unterschiedliche Stilrichtungen an den Altären betrachten, während die Szenen von Kramolín eine zusätzliche figurative Ebene bilden. Dadurch richtet sich der Blick bei der Besichtigung nicht nur auf die Architektur, sondern auch auf die erhaltene Ausstattung.
Schloss Hlavnice wurde 1792 im Empirestil erbaut. Im Schlosshof sind drei Gebäude im ursprünglichen Stil erhalten: ein Stall, eine Remise und das frühere Lebensmittellager. Das Schloss ist dadurch mit einem Hof verbunden, in dem unterschiedliche Aufgaben sichtbar bleiben. Wer beim Ortsbesuch Architektur vergleichen möchte, findet den Empirestil des Schlosses neben den erhaltenen Gebäuden des Hofes.
Alte Mühle und regionale Geschichte
Eine weitere Besonderheit ist das Gelände der alten Mühle. Für museale Zwecke wurde dort eine Wohnhütte des Müllers eingerichtet. Zum Gelände gehören außerdem zwei zweigeschossige Speicher aus dem Jahr 1856 sowie ein dritter, aus Loděnice versetzter Speicher. Die Gebäude unterscheiden sich in ihrer Nutzung und ihrer Herkunft: Neben der Wohnhütte stehen die Speicher, darunter ein Bauwerk, das aus Loděnice hierher versetzt wurde. Dadurch ergänzt die Mühle die Kirchen- und Schlossgeschichte um die Themen Wohnen, Lagern und den Ortswechsel eines Gebäudes.
Auch die jüngere Geschichte ist mit Hlavnice verbunden. Obrana Slezska entstand im November 1938 in Hlavnice und war die erste Widerstandsorganisation im Raum Opava. Auf Hůrka steht die aus Stein errichtete und mit Schiefer gedeckte Kapelle des heiligen Florian; sie wurde 1993 erneut geweiht. Die Kapelle besitzt damit neben ihrer Lage auf Hůrka auch durch Material, Dachdeckung und ihre erneute Weihe einen eigenen historischen Bezug.
Landschaft und Ziele im weiteren Umfeld
In der Umgebung von Hlavnice liegen die Berge Ovčák und Přílet. Im weiteren regionalen Umfeld befinden sich der Berg Vinice, der Berg Kozinec sowie die Ruinen Vildštejn und Cvilin. Für die Ausflugsplanung stehen damit verschiedene Zieltypen zur Verfügung: Ovčák, Přílet, Vinice und Kozinec sind Berge, während Vildštejn und Cvilin als Ruinen einen anders geprägten Besuchsanlass bieten.
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