Mikolajice – Kapellen, Reittradition und Radfahren
Mikolajice verbindet gut greifbare historische Spuren mit regionalen Traditionen und einer Radtour. Zwischen Kapellen an den Dorfstraßen, Erinnerungszeichen und den überlieferten Hinweisen auf das frühere Lehensgut Štáblovice entsteht ein Reiseziel für alle, die einen Ort nicht nur ansehen, sondern seine Geschichte Schritt für Schritt entdecken möchten.
Historische Spuren in und um Mikolajice
Die Geschichte des Ortes reicht in den mittelalterlichen Quellen weit zurück. Mikolajice wird in einem Lehensbuch des Olmützer Bischofs erstmals unter der lateinischen Form „Niclouicz“ erwähnt. Für das Jahr 1389 nennt das Buch Ota Stoš aus Bránice als Eigentümer von zwei Teilen von Mikolajice. Diese Teile waren damals ein Lehen des Olmützer Bischofs im Bezirk Osoblaha. Ab 1408 gehörte Mikolajice zum Lehensgut Štáblovice, das zu jener Zeit von Jan z Liptáně verwaltet wurde.
Mehrere kleinere Bau- und Erinnerungszeichen machen diese Vergangenheit im Ortsbild sichtbar. Die Kapelle des heiligen Florian ist ein bauliches Wahrzeichen von Mikolajice; zu ihr gehört ein Kreuz aus dem Jahr 1892. Die Kapelle der heiligen Anna steht an der Straße III/44339. Ebenfalls an dieser Straße befindet sich am nördlichen Rand des bebauten Gebiets eine Kapelle für gefallene Soldaten, die als Denkmal von lokaler Bedeutung aufgeführt ist.
An der östlichen Grenze von Mikolajice steht an der Straße II/443 ein Kreuz aus dem Jahr 1886. Ein Bildstock befindet sich am östlichen Rand des bebauten Gebiets, ebenfalls an der Straße II/443. Wer solche kleinen Zeugnisse in die Ortsentdeckung einbezieht, erhält keinen einzelnen großen Sehenswürdigkeiten-Schwerpunkt, sondern eine Folge konkreter Stationen entlang der Straßen.
Traditionen mit Pferden und regionalem Charakter
Auch die Veranstaltungstraditionen geben Mikolajice ein eigenes Profil. Die Prozession Vodění medvěda führte sowohl 2022 als auch 2026 durch den Ort; für 2026 war der 14. Februar als Veranstaltungstag angegeben. Bei der traditionellen 27. Selská Hubertova jízda sind Reiter mit Pferden ebenso willkommen wie Teilnehmer mit Pferdefuhrwerken. Zuschauer können sich bei dieser Veranstaltung auf Pferden mitnehmen lassen.
Radfahren und historische Landschaftshinweise
Für aktive Tage bietet sich die Radtour „Zabytki techniki“ an. Sie ist 55 km lang, gilt als leichte Strecke und verläuft über Dolní Životice, Mikolajice und Štáblovice.
Zum Lehensgut Štáblovice und Mikolajice gehörten in den 1660er-Jahren insgesamt zehn Teiche, eine ausgebaute steinerne Schafhürde und ein Hopfengarten. Die zehn Teiche bildeten Wasserflächen; Schafhürde und Hopfengarten verweisen auf Tierhaltung und Anbau in der damaligen Umgebung.
Ein lokaler Halt für die Reiseplanung
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Für die weitere Suche können Sie auch Vítkov (Vítkov), Chlebičov (Chlebičov), Dolní Životice (Dolní Životice), Pustá Polom (Pustá Polom), Strahovice (Strahovice), Štáblovice (Štáblovice), Dobroslavice (Dobroslavice) und Mokré Lazce (Mokré Lazce) ansehen.
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