Lovčice – Naturraum, Dorfkirche und historische Spuren

Lovčice verbindet geschützte Landschaften mit greifbarer Dorfgeschichte und besonderen Orten für eine abwechslungsreiche Entdeckungstour. Zwischen dem Naturgebiet Žehuňsko, der geotouristischen Lokalität Kněžičky und den Kulturdenkmälern im Ort ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Reiseplanung. Wer eine Unterkunft in Lovčice sucht, kann daher sowohl Naturbeobachtungen als auch sakrale Kunst, historische Erinnerungsorte und eine konkrete Bahnverbindung in die Auswahl des Aufenthaltsortes einbeziehen.

Geschützte Landschaften und seltene Lebensräume

Ein prägendes Naturthema ist das Natura-2000-Gebiet Žehuňsko. Es umfasst 8,1196 Hektar im Katastergebiet Lovčice u Nového Bydžova. Geschützt werden dort halbnatürliche Trockenrasen und Gebüschformationen auf kalkhaltigen Untergründen, die dem Lebensraumtyp Festuco-Brometalia beziehungsweise 6210 zugeordnet sind. Zum Schutzumfang gehören außerdem basische Niedermoore des Lebensraumtyps 7230. Diese Kombination macht Žehuňsko zu einem Gebiet, in dem verschiedene dokumentierte Lebensräume eng mit der Landschaft von Lovčice verbunden sind. Die Codes 6210 und 7230 ordnen die geschützten Trockenrasen und basischen Niedermoore unterschiedlichen Lebensraumtypen zu.

Auch die Tierwelt ist mit konkreten Schutzinhalten vertreten. Das Vogelgebiet Žehuňský rybník – Obora Kněžičky schützt Populationen der Zwergdommel (Ixobrychus minutus) und des Tüpfelsumpfhuhns (Porzana porzana) sowie deren Lebensräume. Im Zeitraum 1996 bis 2002 war das Gebiet außerdem als Brutgebiet für 131 Vogelarten von Bedeutung. Zum Schutzumfang des Gebiets Žehuňsko gehört außerdem der Hirschkäfer (Lucanus cervus).

Dorfmitte, Kirche und historische Zeugnisse

Zur kulturellen Seite von Lovčice gehört die Kirche des heiligen Bartholomäus, die sich in Lovčice u Nového Bydžova befindet. Im Zentrum der Velká náves stehen zwei weitere markante Skulpturen: „Ježíš na kříži“ mit einer Statue der Jungfrau Maria in ihrem Sockel sowie „Socha Panna Maria s jezulátkem“. Beide Werke liegen im Ortszentrum und lassen sich damit als eigene Stationen der Dorfbesichtigung wahrnehmen.

Weitere Spuren führen auf den örtlichen Friedhof. Dort befindet sich das Grab des sowjetischen Rotarmisten Akan Julimetou. Er wurde 1910 geboren und fiel am 22. Mai 1945 im Kampf. Auf der Anhöhe „Na Pekelci“ stand einst eine Festung; die historische Aussage bezieht sich ausdrücklich auf die frühere Existenz der Anlage. In Lovčice u Nového Bydžova befinden sich außerdem eine Glockenstube beziehungsweise ein Glockenturm und eine Umfassungsmauer. Für Kinder und Erwachsene bietet die Gemeindebibliothek eine Auswahl von mehr als 1.600 Bänden und ergänzt damit die sichtbaren Kulturdenkmäler um ein lokales Bildungsangebot.

Kněžičky und die Frage der Anreise

Kněžičky ist als geotouristische Sehenswürdigkeit mit fossilienführenden Kreidegesteinen und sogenannten weißen Hängen beschrieben. Die Lokalität ist ohne Zugangsbeschränkung mit dem Auto erreichbar; eine Zufahrt ist bis auf 250 Meter möglich. Damit besitzt dieser Besuchsort eine klar dokumentierte geologische Besonderheit und eine ebenso konkrete Angabe zur letzten Zufahrt.

Für die Anreise mit der Bahn liegt der Haltepunkt Lovčice obec an der eingleisigen Strecke Chlumec nad Cidlinou – Městec Králové – Křinec. Er ist ein Zwischenhalt auf einer geraden Streckenpassage und liegt etwa 300 Meter vom gedachten Mittelpunkt von Lovčice entfernt.

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