Střezetice: Denkmäler und Wege am Schlachtfeld von 1866

Střezetice führt Sie in die Geschichte des historischen Schlachtfelds von Hradec Králové und verbindet Gedenkorte mit Wegen für Radfahrende und Wandernde. Für eine Reise mit unterschiedlichen Interessen bietet der Ort damit konkrete Anknüpfungspunkte: Sie können sich mit den Ereignissen vom 3. Juli 1866 beschäftigen, eine Route per Rad wählen oder von der Bahnstation Dlouhé Dvory zu weiteren Schauplätzen des Schlachtfelds weitergehen.

Denkmäler bei Střezetice

Nahe Střezetice liegt das „Pomník jezdecké srážky u Střezetic“ auf dem historischen Schlachtfeld von Hradec Králové. Das Denkmal erinnert an Soldaten und Pferde, die am 3. Juli 1866 in einem Gefecht im Rahmen der Schlacht bei Hradec Králové gefallen sind. Enthüllt wurde es am 2. Juli 2016 anlässlich des 150. Jahrestags der Schlacht. Der Gedenkort verbindet somit die Erinnerung an das historische Ereignis mit einer deutlich späteren Form des Gedenkens.

Ein weiterer markanter Ort ist das Denkmal für Alexandr Freiherr von Bethmann. Die Sandsteinpyramide trägt eine beschriftete Tafel in tschechischer und deutscher Sprache. Sie steht etwa 300 Meter östlich von Střezetice in einer Gruppe von vier Denkmälern auf freiem Feld. Auch die Geschichte des Standorts gehört zur Besonderheit dieses Gedenkorts: Das Denkmal wurde 1894 von einem Feld an seinen heutigen Standort versetzt.

Gedenkorte zwischen Střezetice und Dlouhé Dvory

Zur historischen Orientierung gehören auch die „Hroby Obětí války 1866“. Die Sandsteinpyramide markiert das Grab von 30 österreichischen und preußischen Soldaten, die am 3. Juli 1866 gefallen sind. Der Gedenkort befindet sich südöstlich von Dlouhé Dvory. Damit liegt ein weiterer konkreter Bezug zur Schlacht nicht nur bei Střezetice, sondern auch in der Umgebung der Bahnstation.

Das Grabmal Edmund von Salemfels erinnert an den österreichischen Oberleutnant Edmund von Salemfels, der dem 9. Ulanenregiment angehörte. Der Gedenkort ist als polierter Granitpfeiler mit einem Bronze-Wappen gestaltet und steht vor einer passenden Grabplatte. Ein weiteres Denkmal für Romuald von Dobrucki wurde von einem Feld zwischen Horní Dohalice und Dlouhé Dvory an der Bahnstrecke an seinen heutigen Standort versetzt. Wer sich für die Geschichte des Schlachtfelds interessiert, findet hier daher unterschiedliche Formen der Erinnerung: Gräber, einzelne Grabmale und Denkmäler mit Ortsgeschichte.

Radfahren und Wandern

Durch Střezetice verläuft der Radweg 4286 in Richtung Všestary. Unterwegs gibt es einen Halt am Denkmal „Pomník padlých koní“. Die Route lässt sich damit unmittelbar mit einem historischen Besichtigungspunkt verbinden, ohne dass der Besuch auf einen einzelnen Gedenkort begrenzt bleibt.

Als Bahnanschluss für Střezetice dient die Bahnstation Dlouhé Dvory; Dlouhé Dvory stehen unter demselben Gemeindeamt. Von der Station können Wandernde auf einem gelb markierten Weg nach Rozběřice und weiter nach Chlum gelangen, dem Zentrum des Schlachtfelds von 1866. Střezetice und Dlouhé Dvory sind außerdem Teil eines Lehrpfads. Für die Wahl einer Unterkunft in Střezetice ist diese Verbindung besonders dann interessant, wenn Sie historische Orte nicht nur mit dem Auto ansteuern, sondern Rad- und Wanderrouten in Ihre Tage einbeziehen möchten.

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