Smiřice: Schlossgeschichte an der Elbe
Smiřice verbindet historische Baukultur mit einer Landschaft an der Elbe. Im Schlossareal liegt eine Kapelle, die ein Bauwerk des europäischen Hochbarocks ist. Durch eine Regierungsverordnung der Tschechischen Republik vom 16. August 1995 wurde sie zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Für Ihre Reiseplanung setzt das einen klaren kulturellen Schwerpunkt: Smiřice ist ein Ziel mit dokumentierter Schloss- und Festungsgeschichte.
Von der Festung zum Schloss
Die Festung von Smiřice wird erstmals im Jahr 1392 erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Festung im Renaissancestil umgebaut und in den Ostflügel des heutigen Schlosses einbezogen. Nach 1661 ließ Antonín Pankrác Galas die Festung zu einem frühbarocken Schloss umbauen; die Wirtschaftsgebäude wurden 1687 fertiggestellt.
Elbe-Landschaft und Biocentrum Obora
Smiřice liegt in der Ebene am Oberlauf der Elbe. Bei Smiřice teilte sich die Elbe früher in mindestens drei Arme; häufige Überschwemmungen brachten Sand, Kies und fruchtbaren rötlichen Boden in die Umgebung. Die Landschaft war früher sumpfig geprägt und umfasste Auwälder, die noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorhanden waren. Diese Geschichte ergänzt die Schlossmotive um eine deutlich fluvial geprägte Landschaft.
Östlich von Smiřice liegt das Biocentrum Obora auf dem rekultivierten Gelände einer ehemaligen Kies-Sand-Grube. Es ist in eine ökologische und eine Erholungszone geteilt; an der Hauptwasserfläche bildet eine Fußgängerbrücke die Grenze zwischen beiden Bereichen. Zum Biocentrum gehören Feuchtbiotope sowie Lebensräume für wärmeliebende Insektengemeinschaften. Neben der Baugeschichte steht hier somit ein klar abgegrenzter Naturraum.
Lehrpfad auf Plivátky und Radroute
Der Lehrpfad auf Plivátky ist ein Fußweg zwischen dem Biocentrum Obora und der Elbe und ahmt symbolisch einen mäandrierenden Flusslauf nach. Entlang des Weges liegen ein Insektenhotel, Käferburgen (Logger), das Element „Ježek“ als Winterquartier für Wirbeltiere, ein Teil der „Vrbová Galerie“, zwei Sitzbänke und eine Blumenwiese. Die Stationen verbinden Gewässer, Tierwelt und Landschaft in einem anschaulichen Wegverlauf.
Der Schlosspark von Smiřice gilt als Sammlung dendrologischer Exoten; solche Exoten sind in hiesigen Parks nicht häufig. Für Radfahrende bietet die 26 Kilometer lange, leichte Radroute von Hradec Králové nach Kuks einen weiteren konkreten Bezug zu Smiřice. Sie führt in den Schlosspark, ist für normale Fahrräder geeignet und lässt sich bequem mit einem Kinderanhänger befahren. Die 26 Kilometer und das leichte Profil erleichtern die Tagesplanung; normale Fahrräder und ein Kinderanhänger sind für diese Strecke geeignet. So verbindet die Strecke den Schlosspark von Smiřice mit der Radverbindung zwischen Hradec Králové und Kuks.
Die Ortswahl passt damit zu einer Reise, die Kultur und Landschaft als zwei Seiten desselben Reiseziels verbindet.
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