Dreihacken – Bergbaugeschichte, Museen und Radwege
Dreihacken zwischen Bergbaugeschichte und Kultur
Dreihacken (Tři Sekery) verbindet die Geschichte des Bergbaus mit markanten kulturellen Orten. Im Bergbaurevier im Gebiet von Tři Sekery wurden über lange Zeit Kupfer-, Blei-, Silber- und Kobalterze abgebaut. In Tři Sekery wurde bereits 1538 Bergbau betrieben; seit 1607 besaß das Dorf das Recht auf freien Bergbau. Diese Entwicklung prägt den historischen Charakter des Ortes und verbindet frühe Bergbautätigkeit mit heute sichtbaren Museen und Bauwerken. Wer sich für regionale Geschichte interessiert, findet hier deshalb unterschiedliche Zugänge: vom Blick auf die Rohstoffe und die Bergbautradition bis zur Erkundung kleiner Ausstellungen und historischer Schauplätze.
Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Das Minimuzeum Bouda zeigt eine Ausstellung von Holzperlen und kleinen Gegenständen aus der Gemeinde Tři Sekery. Die Sammlung richtet den Blick damit auf lokale Dinge und auf die unmittelbare Umgebung des Ortes. Das Museum ist nach vorheriger Vereinbarung mit der Bürgermeisterin geöffnet. Dieser Besuch lässt sich daher nur einplanen, wenn die notwendige Vereinbarung vorab getroffen wurde.
Eine andere historische Perspektive bietet das Muzeum Železné opony in Slatina. Es befindet sich in den ehemaligen Grenzschutzkasernen. Der ehemalige Grenzschutzkomplex wurde von der Gemeinde Tři Sekery erworben und beherbergt im Erdgeschoss das Muzeum Železné opony. Während das Minimuzeum Bouda örtliche Gegenstände zeigt, steht in Slatina der historische Grenzschutzkomplex selbst im Mittelpunkt. So ergänzen sich zwei kulturelle Ziele mit klar verschiedenen Themen.
Kirche und gelebter Kulturort
Zu den markanten Kulturstätten in Tři Sekery gehört die Kirche „Kostel Čtrnácti svatých pomocníků v nouzi“. Ihre Ausstattung wurde aus dem aufgelösten Paulanerkloster in Světce bei Tachov herbeigebracht. Dadurch verweist das Innere des Bauwerks auf einen weiteren Ort der regionalen Kulturgeschichte. Die Kirche ist außerdem ein Ort häufiger kultureller Zusammenkünfte. Sie verbindet somit eine besondere Ausstattung mit einer weiterhin sichtbaren kulturellen Nutzung und ergänzt die Museen um ein Bauwerk, das Geschichte und öffentliches Ortsleben zusammenführt.
Radwege mit klaren Orientierungspunkten
Die regionale Radroute Nr. 2068 ist 11 km lang, leicht und für Tourenräder geeignet. Sie verläuft überwiegend auf asphaltierten Wegen, erreicht Tři Sekery bei Kilometer 9,0 und führt anschließend ins Ortszentrum. Bei Kilometer 3,9 führt außerdem die regionale Radroute Nr. 2069 durch Tři Sekery. Die Länge und der überwiegend asphaltierte Verlauf der Route 2068 liefern zugleich konkrete Eckpunkte für die Planung einer kürzeren Tour mit dem Tourenrad. Wer Dreihacken mit Kultur verbinden möchte, kann den Radweg mit einem Ortsbesuch, der Kirche oder einem der beiden Museen verknüpfen. Dabei stehen einerseits die Strecke und ihre Orientierungspunkte, andererseits die Bergbau- und Grenzgeschichte sowie lokale Kulturorte im Vordergrund.
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