Habakladrau – Moorlandschaften und historische Orte

Am Fuß des Podhorní vrch liegt Ovesné Kladruby, ein Ort, an dem sich geschützte Moorlandschaften, vulkanisch geprägte Natur und bemerkenswerte Zeugnisse der Ortsgeschichte verbinden. Für Familien und andere Reisende, die Naturerlebnisse mit kulturellen Entdeckungen verknüpfen möchten, eröffnet sich damit ein Reiseziel mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Natur zwischen Moor und Vulkan

In PP Podhorní slatě bei Ovesné Kladruby befinden sich einige der am besten erhaltenen Komplexe von Feucht- und Moorvegetation im CHKO Slavkovský les. Dort wachsen mehrere Orchideen sowie der Wald-Läusekraut und das seltene Sumpf-Läusekraut. Außerdem leben in diesem Gebiet zahlreiche geschützte Vogel- und Schmetterlingsarten. Eine von AOPK ausgewiesene Route zur PP Podhorní slatě beginnt am Bahnhof Ovesné Kladruby und ist etwa 4 Kilometer lang.

Ein anderes Naturziel sind die Milhostovské mofety. Sie liegen im Katastergebiet der Gemeinde Ovesné Kladruby und sind über eine 2,5 Kilometer lange, gelb markierte örtliche Route erreichbar. Die beiden unterschiedlichen Routenlängen bieten eine klare Orientierung, wenn Sie Naturausflüge miteinander vergleichen möchten. Die Milhostovské mofety sind ein geschütztes Naturdenkmal zum Schutz schwefelhaltiger Gasaustritte. Ihre kreisförmigen, meist höchstens 0,5 Meter tiefen Krater geben schwefelhaltige Gase frei.

Der Podhorní vrch ist 847 Meter hoch und gilt als höchster Berg der Tepelská vrchovina. Zugleich ist er ein erloschener Vulkan. Gemeinsam mit den Moorflächen und den Mofeten prägt er den besonderen naturkundlichen Charakter der Umgebung.

Ortsgeschichte und Baukultur

Ovesné Kladruby wird bereits im Jahr 1242 als Pfarrzentrum erwähnt. Die Kirche St. Lawrence ist eine einschiffige barocke Kirche mit rechteckigem Grundriss und prismatischem Turm. Sie stammt aus dem Jahr 1748 und wurde 1747–1748 in ihre heutige Form umgebaut. Die Kirche steht am Ort eines älteren Sakralbaus, der niederbrannte.

Zum historischen Ortsbild gehören außerdem das einstöckige Pfarrhaus und das Kriegerdenkmal. Das Pfarrhaus wurde 1830 von Antonín Thurner aus dem Kloster Teplá nach dem Vorbild barocker Wirtschaftshöfe errichtet. Das Kriegerdenkmal besitzt eine wiederhergestellte ursprüngliche Inschrift, Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und wieder eine Adlerskulptur. Die Gemeindeschule diente auch den Gemeinden Milhostov und Vysočany und hatte drei Klassen mit 120 Schülern.

Kleine Denkmale mit eigenen Geschichten

Bei Ovesné Kladruby steht ein steinernes Renaissance-Bildstöckchen, das um 1600 an einer Wegkreuzung an der Straße zum ehemaligen Richtplatz auf der Anhöhe Am Galgen errichtet wurde. Seine Kapelle enthält Reliefs der Auferstehung Jesu Christi, der Kreuzigung Jesu Christi mit der Kalvariengruppe und der Geißelung Christi. Ebenfalls bemerkenswert ist das ländliche Anwesen „Venkovská usedlost“. Es stammt aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts und ist ein außergewöhnliches Beispiel für einen ländlichen Wohnsitz mit Arkade.

An der Straße von Ovesné Kladruby nach Mrázov steht ein Sühnekreuz ohne Inschrift und Relief. Solche kleinen Zeugnisse ergänzen die größeren Bauwerke und geben der Erkundung des Ortes einen historischen Detailreichtum.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Eger.

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