Wildstein entdecken: Burg, Kirchen und Natur

Wildstein verbindet eindrucksvolle Baugeschichte mit ungewöhnlichen Einblicken in Natur und Wissenschaft. Im Mittelpunkt steht die romanische Burg Vildštejn aus der Zeit um 1200. Auf der Besucherroute sehen Sie eine romanische Kapelle, die erstmals 1166 schriftlich erwähnt wurde. Auf dem Burggelände befindet sich außerdem ein Feuerwehrmuseum – ein zusätzlicher Akzent zu den mittelalterlichen Mauern.

Kirchen und historische Spuren

Zur geschichtlichen Vielfalt gehört die Kirche des heiligen Johannes des Täufers. Sie wurde vom Deutschen Orden gegründet; der Umbau der ursprünglich gotischen Kirche im Barockstil begann in den Jahren 1705 bis 1709. An der Kirche lassen sich damit gotischer Ursprung und barocke Umgestaltung an einem Bauwerk zusammen betrachten. In der Kirche finden regelmäßig Gottesdienste statt. Damit ist sie nicht nur ein historisches Bauwerk, sondern auch ein Ort mit gegenwärtiger religiöser Nutzung.

Die Friedhofskirche des heiligen Sebastian war ursprünglich ein gotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert und ist in der Liste der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik verzeichnet. Im Inneren befinden sich spätrenaissancezeitliche und frühbarocke figürliche sowie heraldische Grabdenkmäler der Familien Wirsberg, Trauttenberg und Hertenberg. Wer sich für regionale Geschichte interessiert, findet hier konkrete Zeugnisse früherer Herrschafts- und Familiengeschichte.

Skalná zwischen Fachwerk, Ausstellung und Schlossgeschichte

In Skalná gehören mehrere Gebäude im Stil der Cheber Fachwerkarchitektur zu den bedeutenden Objekten. Diese Fachwerkhäuser befinden sich in Privatbesitz und können nur von außen besichtigt werden. Einen anderen Zugang zur regionalen Geschichte bietet die Seismologische Ausstellung Skalná: Sie erläutert die Erforschung von Erdbeben und die Messung entstehender seismischer Wellen. Außerdem zeigt sie die stärksten Erdbeben der jüngeren Geschichte und ihre Folgen.

Auch die Entwicklung des Komplexes Horní zámek reicht weit zurück. Nach der Teilung der Herrschaft Skalná im Jahr 1541 wurde unter der Herrschaft der Wirsbergs ein neuer Meierhof mit einer Renaissance-Feste errichtet, aus dem der Komplex hervorging. Die Museumsschmalspurbahn Kateřina ergänzt die historischen Themen mit Technikgeschichte; ihre Spurweite beträgt 600 mm.

Soos und weitere besondere Ziele

Das Naturschutzgebiet Soos bei Skalná setzt einen deutlichen Landschaftsakzent. Dort geben Mofetten Mineralquellen und reines Kohlendioxid frei. Teile des Gebiets sind für die Öffentlichkeit über einen 1,2 km langen Bohlenweg-Lehrpfad zugänglich. Die Länge des Bohlenweg-Lehrpfads bietet zugleich eine konkrete Größe für die Planung eines Naturbesuchs. Bei Burg Starý Rybník befinden sich die Objekte derzeit in Privatbesitz; eine Rekonstruktion und die anschließende Öffnung für die Öffentlichkeit werden vorbereitet. So reicht das Spektrum von zugänglichen Naturerlebnissen bis zu historischen Orten mit künftig möglicher öffentlicher Nutzung.

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