Chřibská zwischen Wasserfällen, Wald und Kultur
Chřibská verbindet bewaldete Basaltkuppen, kurze Wanderwege, historische Orte und kulturelle Entdeckungen. Für Ihre Reiseplanung bietet der Ort sowohl einen ungefähr 3 km langen Rundweg zu den Chřibské vodopády als auch längere markierte Wege, Aussichtspunkte und Ausflugsziele mit Geschichte.
Wasserfälle, Waldwege und Aussichtspunkte
Der kurze Rundweg zu den Chřibské vodopády beginnt und endet auf dem Marktplatz von Chřibská. Die Wasserfälle bestehen aus zwei kleinen natürlichen Kaskaden. Das Wasser fließt dort am Fuß des Plešivec über zwei Felsstufen ab. Damit lässt sich eine kurze Naturerfahrung direkt mit der Orientierung im Ort verbinden.
Der Chřibský vrch ist eine bewaldete Basaltkuppe mit einer Höhe von 621 m und liegt etwa 2 km südöstlich von Chřibská. Markierte Wege können über das Lesní divadlo als kürzere Runde verlaufen oder für geübte Wanderer bis zum Křížový vrch und weiter zum Studenec verlängert werden. Ein weiterer markierter Wanderweg führt von Chřibská durch den Wald zum Malý Stožec, von wo aus sich ein Ausblick auf den Stausee bietet.
Etwa 3 km vom Marktplatz in Richtung Doubice liegt auf einem Basaltfelsen ein Aussichtspunkt mit Blick in das Tal von Chřibská. In Dolní Chřibská gibt es außerdem vernässte Wiesen mit seltenen Pflanzen, darunter das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis). Die Marschnerova louka wurde 1995 als Naturdenkmal ausgewiesen, die Louka u Brodských drei Jahre später ebenfalls. Dolní Chřibská ist ein Ortsteil der Stadt Chřibská und gehört zur europäischen Bedeutungslokalität České Švýcarsko.
Kirche, Museum und sommerliche Kultur
Die St.-Georgs-Kirche wurde zwischen 1596 und 1605 umfassend im Stil der Renaissance umgebaut. Ihre Ausstattung ist teilweise barock und teilweise rokokozeitlich; außerdem besitzt die Kirche zwei Glocken aus den Jahren 1460 und 1598. An den Außenmauern befinden sich Renaissancegrabmale bedeutender Bürger der Stadt aus dem 17. Jahrhundert.
Das Chřibské kulturní léto besteht seit drei Jahrzehnten. Jedes Jahr finden von Juni bis September vier Konzerte klassischer Musik in der St.-Georgs-Kirche statt. Im Lesní divadlo werden im Sommer außerdem Konzerte und Aufführungen örtlicher Interessengruppen veranstaltet.
Das Museum in Chřibská wurde am 10. August 2002 im renovierten Haus Nr. 22 eröffnet. In diesem Gebäude wurde Tadeáš Haenke am 6. Dezember 1761 geboren. Das Museum kann vor allem während der Hauptsaison besucht werden; außerhalb dieser Zeit sind Besuche nach Vereinbarung zu anderen Terminen und Zeiten möglich. Das Informationszentrum von Chřibská befindet sich ebenfalls auf dem Marktplatz im Gebäude Nr. 22 und bietet touristische Materialien, Karten und Broschüren an.
Technische Denkmäler und Spuren der Vergangenheit
Das Aquädukt bei Dolní Chřibská ist ein bemerkenswert gut erhaltenes technisches Denkmal, dessen Geschichte bis 1886 zurückreicht. Es ist ganzjährig frei zugänglich. Bei Chřibský hrádek fanden Archäologen die Überreste einer kleinen Felsenburg aus dem 13. Jahrhundert. Der Chřibský hrádek liegt auf einem steilen Felsen über dem Tal des Doubický potok, etwa 2 km von Chřibská entfernt.
Auch die Geschichte der Glasherstellung gehört zum Ortsbild: Die Glashütte in Horní Chřibská wird bereits für das Jahr 1414 erwähnt, ihr Betrieb wurde jedoch 2007 eingestellt.
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