Pitín: Zwischen Bílé Karpaty und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Pitín
Pitín verbindet die Landschaft der Bílé Karpaty mit Wegen, Aussichtspunkten und einer ungewöhnlich anschaulichen Ortsgeschichte. Das gesamte Katastralgebiet liegt im zentralen Teil dieser Landschaft, die seit 1980 als Landschaftsschutzgebiet geschützt ist. Zugleich liegt Pitín am Oberlauf der Olšava. Wer eine Unterkunft in Pitín wählt, findet damit einen Ort, an dem Naturerlebnisse, Wanderrouten, Radverbindungen und kulturelle Entdeckungen eng mit der lokalen Geschichte verbunden sind.
Landschaft zwischen Flusslauf, Wiesen und Wäldern
Die Bílé Karpaty zeigen hier ihren charakteristischen Wechsel aus blütenreichen Orchideenwiesen und überwiegend Laubwäldern. Für Radfahrer treffen in Pitín die regionale Radroute Bojkovska Nr. 5049 von Uherský Brod und die Beskydsko-karpatische Magistrale Nr. 46 zusammen. Diese Magistrale ermöglicht einen sicheren Zugang zum zentralen Kamm der Bílé Karpaty und in die Region Moravské Kopanice. Damit lassen sich in Pitín unterschiedliche Ausrichtungen verbinden: eine Radtour entlang regionaler Verbindungen oder eine Erkundung der Landschaft in Richtung Kamm und Kopanice.
Lehrpfade mit verschiedenen Schwerpunkten
Die Naučná stezka Bojkovická führt von der Bahnstation Bojkovice über Pitín, Hostětín und Šanov bis zur Grenzhöhe Na koncích. Für die Streckenwahl stehen ein großer Rundweg von 24 km und ein kleiner Rundweg von 16 km zur Verfügung; insgesamt informieren 10 Tafeln über die Umgebung. Eine dieser Tafeln behandelt Pitín und traditionelle Obstsorten.
Eine andere Perspektive bietet die Naučná stezka Moravské Kopanice. Sie führt nach Pitínské Paseky und zur Kapelle Panny Marie Kopanické. Dort informiert der Lehrpfad über die Vogelwelt der umliegenden Landschaft. Der Weg verläuft über Wald- und Feldwege und eignet sich für Wanderer sowie Mountainbikefahrer. So können Sie zwischen einem Lehrpfad mit regionaler Orts- und Obstgeschichte und einer Route mit Landschafts- und Vogelthemen wählen.
Auch die Naučná stezka Naokolo Hostětína berührt Pitín. Eine ihrer Stationen befindet sich beim Dub rodiny auf den Pitínské Jahodiska. Oberhalb von Pitín bietet der Weg bei guter Sicht Ausblicke auf die Türme von drei nahe gelegenen Kirchen sowie auf die weiter entfernten Wallfahrtsorte Velehrad und Hostýn. Der mehr als 100 Jahre alte Dub rodiny steht auf dem Hügel Jahodisko oberhalb von Pitín; von dort reicht der Blick bei guter Sicht außerdem auf Pitín, die Pavlovské vrchy, den Ždánický les, Chřiby und die Vizovická pahorkatina.
Kirchen, Kapellen und Erinnerungsorte
Zur Ortsgeschichte gehört die Pfarrkirche St. Stanislav, die 1851 an der Stelle einer älteren Kapelle errichtet wurde. Neben der Schule steht eine steinerne barocke Statue der Jungfrau Maria mit dem Kind. Sie wird Josef Winterhalter zugeschrieben und wurde in den Jahren 1758 bis 1774 erworben.
Pitín ist außerdem mit Josef Karel Matocha verbunden. Er wurde am 14. Mai 1888 als fünftes Kind des Bauern und Schmieds Josef Matocha in Pitín Nr. 59 geboren. An seinem Geburtshaus wurde eine Gedenktafel enthüllt. Josef Karel Matocha starb am 2. November 1961 in Olomouc und ist auf dem Friedhof in seinem Heimatort Pitín beigesetzt. Wer die Ortsgeschichte nicht nur über Bauwerke, sondern auch über konkrete Biografien kennenlernen möchte, findet hier einen klaren Bezug zwischen Person, Geburtshaus und Friedhof.
In Pitínské Paseky steht die Kapelle Panny Marie Kopanické. Sie wurde 1990 errichtet und am 8. September 1991 geweiht. Auf dem Altar befindet sich eine Figur der Jungfrau Maria mit dem Kind, die eine traditionelle Tracht der Kopaničár trägt. Ein weiterer Ausdruck örtlicher Tradition ist der touristische Wandermarsch Pitěnský škrpál, den der Verein Orel regelmäßig veranstaltet. Um den 7. Mai finden außerdem die Stanislavské hody zum Gedenktag des heiligen Stanislav statt.
Weitere Eindrücke rund um Pitín
Zum Projekt Sochy v krajině gehört eine durch einen Weg verbundene Gruppe aus 15 Holzskulpturen. Die Skulpturen sind auf den Katastralgebieten von Hostětín, Pitín, Šanov und Rokytnice verteilt; die Holzskulptur Kráva befindet sich oberhalb von Pitín. Im Sommer kann das Schwimmbad auf dem Gelände des Sportklubs NIVA genutzt werden. Der Stausee Kolelač ist vom Aussichtspunkt am ehemaligen Bahnhof von Pitín aus zu sehen. Am Stausee waren der Zugang zum Stausee und das Angeln aufgrund verschärfter Gewässerschutzmaßnahmen verboten.
Weitere Orte der Auswahl
Für die weitere Orientierung finden Sie auch Suchá Loz, Podolí, Hradčovice, Topolná, Částkov, Velehrad, Bánov und Vyškovec.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Uherské Hradiště.