Hoštice – Kastanienalleen und barocke Spuren
Unterkünfte in Hoštice
Zwischen Kastanienalleen und barocker Geschichte
Hoštice verbindet besondere Spazierwege mit einer bemerkenswerten Dichte an historischen Spuren. Wer während seines Aufenthalts gern Landschaft und Kultur miteinander verbindet, entdeckt hier Wege durch Kastanienalleen, die Geschichte des Schlosses Hoštice und mehrere Zeugnisse barocker Architektur. Dabei steht nicht nur ein einzelner Aussichtspunkt im Mittelpunkt: Die verschiedenen Wege und Bauwerke eröffnen unterschiedliche Zugänge zu diesem Ort.
Spaziergänge mit eigenem Charakter
Die „Kaštanová vycházka“ verläuft auf der gelb markierten Wanderroute von der Kastanienallee bis zum Wald. Die Allee besteht zusammen mit Eschen und Walnussbäumen aus insgesamt 332 Bäumen und gehört zu den geschützten Gedenkbaumalleen. Damit ist der Weg nicht nur eine Verbindung in Richtung Wald, sondern zugleich ein klar bestimmtes Landschaftselement mit eigenem historischen Charakter.
Eine weitere Beschreibung des Spaziergangs führt vom Schloss Hoštice über eine zweite Kastanienallee zum Wald. So lässt sich der Schlossbereich mit einer Wegstrecke verbinden, die von Baumalleen und dem Übergang in den Wald geprägt ist. Der Rundgang „Lesem Hříběcích hor z Hoštic ke kapličce Na Strašné“ führt von Hoštice über eine alte Schlossallee zur Waldkapelle Na Strašné.
Auch außerhalb des unmittelbaren Ausgangspunkts wird Hoštice durch eine alte, weitläufige Kastanienallee erreicht, die zwischen Litenčice und Zdislavice verläuft. Für Ihre Planung ergeben sich dadurch mehrere Bezüge zwischen Alleen, Schlossgeschichte und Waldwegen, ohne dass diese Wege zu einem einzigen Rundkurs zusammengefasst werden sollten.
Schloss, Park und historische Details
Das Schloss Hoštice hatte bereits im 12. Jahrhundert eine Festung als Vorgänger und wurde später zu einem Schlösschen umgebaut. Heute ist das Schloss nicht öffentlich zugänglich. In den Park kann man jedoch durch das Gittertor des Schlosses hineinblicken. Diese Einschränkung ist für die Besichtigung entscheidend: Die Schlossgeschichte und der Park lassen sich von außen beziehungsweise durch den Blick durch das Tor wahrnehmen, während kein öffentlich zugänglicher Schlossrundgang beschrieben ist.
Beim Schloss erstreckte sich außerdem ein historischer formaler Ziergarten über zwei Terrassen. Auf der unteren Terrasse sind Rosskastanien erhalten, die in regelmäßigem Raster gepflanzt wurden. Im Schlosspark befindet sich zudem eine Büste der Schriftstellerin Marie Ebner-Eschenbach aus weißem Marmor auf einem steinernen Sockel.
Barocke Zeugnisse in Hoštice
Zur örtlichen Architektur gehört die barocke St.-Ägidius-Kirche, die nach einem Entwurf von Jakub Pánek errichtet wurde. Die Wandmalereien der Kirche sind Sebastini zugeschrieben; František Antonín Šebesta ist ein weiterer Name für Sebastini. Ein weiteres Zeugnis ist der Bildstock Boží muka, der zur barocken Volksarchitektur gehört. Als hochbarocker Bildstock besitzt er einen rechteckigen Grundriss, Nischen mit Konchen im unteren Teil und flache Nischen mit Heiligendarstellungen im oberen Teil. Den Abschluss bildet ein pyramidenförmiges Dach mit einem zweiflügeligen Eisenkreuz.
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