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Lukavec – Schlosspark, Kultur und der Sovova-Lehrpfad

Unterkünfte in Lukavec

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Der 12 km lange Sovova-Lehrpfad verbindet Naturerlebnis und Ortsgeschichte auf besondere Weise. Er führt von Pacov über die Gemeinde Bratřice und den Berg Stražiště nach Lukavec und von dort weiter nach Načeradec und zum Velký Blaník. Die Strecke dauert ungefähr 2 bis 5 Stunden; unterwegs gibt es vier historisch ausgerichtete Stationen. Der Lehrpfad ist für Fußgänger und Radfahrer geeignet und eröffnet damit unterschiedliche Möglichkeiten, die Landschaft rund um Lukavec zu entdecken.

Schloss, Park und das literarische Erbe

Das Schloss Lukavec bildet einen wichtigen Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit der Geschichte des Ortes. Der spät­renaissancezeitliche Vierflügelbau besitzt einen Arkadenhof und entstand an der Stelle einer früheren gotischen Feste. Umgeben ist das Schloss von einem weitläufigen englischen Park mit Teichen und einem klassizistischen Pavillon. In diesem Pavillon wuchs der Dichter Antonín Sova auf. Auch seine Kindheit und Jugend verbrachte Sova in Lukavec und der umliegenden Landschaft; dort besuchte er die Grundschule. Nahe dem Schloss steht der Hříbek, ein sechseckiger, zweigeschossiger klassizistischer Pavillon, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Er befindet sich im frei zugänglichen Schlosspark des Marktes Lukavec. Die Ausstellung im Hříbek zeigt historische Fotografien und Dokumente sowie eine nahezu originalgetreue Replik eines Jugendstilkleides von Antonín Sovas Ehefrau Marie. Eine weitere Anlaufstelle für die literarische Ortsgeschichte ist das Antonín-Sova-Gedenkhaus. Dort befindet sich eine Dauerausstellung über das Leben und Werk des Dichters. Das Gebäude wurde rekonstruiert und im Juli 2004 wieder zugänglich gemacht.

Kirche und historische Denkmalzone

Die ursprünglich gotische St.-Wenzels-Kirche wurde 1765 zu einer größeren barocken Kirche umgebaut. Zusammen mit der benachbarten gotisch-renaissancezeitlichen Feste, dem spätbarocken Pfarrhaus, dem Spital und der neugotischen Gruft der Familien Lincker und Lilgenau bildet sie eine interessante Denkmalzone. So lässt sich in Lukavec nicht nur ein einzelnes Bauwerk betrachten, sondern ein historisch gewachsenes Ensemble verschiedener Epochen. Ein stillerer Ort der Erinnerung ist der jüdische Friedhof von Lukavec. Er wurde spätestens vor 1724 angelegt und umfasst etwa 100 Grabsteine. Der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1725. Der Friedhof ist frei zugänglich; am südöstlichen Rand des älteren Teils steht eine restaurierte, schlichte steinerne Leichenhalle.

Kreuzweg und Rochus-Bildstöcke

Der Kreuzweg verläuft an einer lokalen Straße im Südwesten von Lukavec am Rand des Schlossparks. Unterwegs stehen Bänke zum Ausruhen. Er umfasst vierzehn Stationen und endet an den Rochus-Bildstöcken. Im Jahr 2009 wurde der Kreuzweg vollständig restauriert; die ursprünglichen schlankeren Granitsäulen ersetzte man durch ebenfalls aus Granit gefertigte, jedoch massivere Säulen. Die gemauerten, barock gestalteten Rochus-Bildstöcke stehen südwestlich von Lukavec in freier Landschaft am Ort einer früheren Rochuskapelle. Nach der Restaurierung im Jahr 2010 erhielten ihre Nischen gehärtete Glasfüllungen und schwarzen eingedruckten Text zu dem Heiligen, zu Lukavec und zur Geschichte des Bauwerks. Damit ergänzt dieser Abschnitt die kulturellen Eindrücke rund um Schloss, Kirche und Friedhof um ein Ziel in der offenen Landschaft. Weitere Ziele für Ihre Recherche: Krasonov, Pelhrimov, Včelnička, Putimov, Lhota-Vlasenice, Jankov U Pelhřimova, Žirovnice, Popelistna.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Pelhřimov.

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