Jívoví – Natur, Wege und Geschichte
Unterkünfte in Jívoví
Naturraum Šebeň und der Blick vom Holý vrch
Jívoví lässt sich über zwei besondere Landschaftserlebnisse entdecken: das geschützte Naturdenkmal Šebeň und den Holý vrch im Katastergebiet von Jívoví. Šebeň liegt zwischen Jívoví, Cyrilov und Dobrá Voda an der Grenze zwischen der Borská pahorkatina und der Velkomeziříčská pahorkatina. Der ausgedehnte Waldkomplex ist für seine außergewöhnlich große Population der Waldameisenart Formica polyctena bekannt. Šebeň umfasst mehr als 1.100 Nester und ist wahrscheinlich der größte bekannte Komplex dieser Art in Tschechien.
Der Lehrpfad Šebeň macht diesen Naturraum konkret erlebbar. Sein Beginn liegt hinter Jívoví bei Křižanov, 600 m an der Straße in Richtung Radenice. Der Lehrpfad ist 3 km lang, dauert ungefähr 2 Stunden und umfasst 12 Informationstafeln. Damit ist sein Umfang klar beschrieben, ohne dass aus der Wegstrecke weitere Eigenschaften des Geländes abgeleitet werden müssen.
Der Holý vrch ergänzt den Naturraum um einen weiten Aussichtspunkt. Von dort bietet sich ein Blick über die Landschaft der Böhmisch-Mährischen Höhe; nach Süden reicht er weit über Velké Meziříčí hinaus, nach Norden zu den Hügeln jenseits von Nové Město na Moravě. Der Aufstieg verläuft allmählich und kann von kleinen Kindern sowie mit einem Kinderwagen bewältigt werden. Für eine Familienplanung ist das eine konkrete Unterscheidung zum längeren Lehrpfad: Der Holý vrch nennt ausdrücklich eine Möglichkeit für den Aufstieg mit jüngeren Kindern und Kinderwagen.
Auch Radfahrer finden einen dokumentierten Bezug zum Holý vrch. Eine regionale Fahrradroute von Radenice nach Cyrilov verläuft dort auf einem befestigten Weg. Wer eine Unterkunft in Jívoví auswählt, kann deshalb prüfen, ob der gewünschte Aufenthalt eher vom Naturdenkmal, vom Aussichtspunkt, vom Lehrpfad oder von einer Kombination dieser Ziele geprägt sein soll. Eine Straße erster Ordnung führt durch Jívoví und ist an die Autobahn D1 angebunden; diese Straßenanbindung gehört zur örtlichen Orientierung bei der Reiseplanung.
Jívoví zwischen Klostergeschichte und Kapelle
Neben den Landschaften besitzt Jívoví eine klar überlieferte Geschichte. Der Ort ist seit 1287 urkundlich erwähnt. Von seiner Gründung bis 1486 gehörte Jívoví mit Ausnahme der Jahre 1422 bis 1436 dem Kloster Žďár. Nach 240 Jahren ging Jívoví wieder in den Besitz des Zisterzienserklosters Žďár über.
Ein sichtbarer Bezugspunkt ist die Kapelle sv. Anny in Jívoví. Ihr Bau begann 1931, 1934 wurde sie am Festtag der heiligen Anna geweiht. Auch das Inventar der Kapelle sv. Anny wurde durch Spenden zusammengestellt. Für einen Aufenthalt, bei dem Natur und Ortsgeschichte zusammengehören sollen, bietet die Kapelle damit einen eigenständigen kulturellen Schwerpunkt neben Šebeň und dem Holý vrch.
Weitere Ziele zur Reiseauswahl
Für die weitere Auswahl können außerdem Zvole, Tři Studně, Bohuňov, Račín, Koroužné, Baliny, Dobra Voda und Nové Mesto Na Morave recherchiert werden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Žďár Nad Sázavou.