Bořetice – Kapelle, Geschichte und Schloss im Umfeld
Unterkünfte in Bořetice
Bořetice verbindet einen Landschaftsbezug mit einer über mehrere Jahrhunderte reichenden Ortsgeschichte, in der Naturbezug und historische Zeugnisse nebeneinanderstehen. Die Verbindung reicht vom Bořetický potok am südöstlichen Ortsrand über Kapelle und Kriegsdenkmal bis zu frühen schriftlichen und biografischen Spuren.
Der Bořetický potok am südöstlichen Ortsrand
Der Bořetický potok fließt am südöstlichen Rand von Bořetice entlang. Er ist ein rechter Nebenfluss der Trnava. Wer in Bořetice neben historischen Zeugnissen auch den Landschaftsraum beachten möchte, findet am südöstlichen Ortsrand einen Wasserlauf. Sein Verlauf ergänzt Kapelle und Denkmal um ein Landschaftselement am Ortsrand.
Kapelle und Erinnerungskultur
Die Kapelle von Bořetice wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet und im neugotischen Stil gebaut. Ihre Glocke ist deutlich älter als das Kapellengebäude. Die Kapelle verbindet dadurch neugotische Formensprache mit einem älteren Ausstattungsstück. Bauwerk und Glocke stehen an diesem Ort für unterschiedliche historische Zeiträume.
Das Bořeticer Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs wurde 1928 errichtet. Auf ihm sind Fotografien von sechs gefallenen Männern angebracht. Das Gedenken ist dadurch mit sechs einzelnen Personen verbunden und erhält neben dem Errichtungsjahr eine konkrete menschliche Zuordnung.
1300 erstmals erwähnt
Der erste schriftliche Nachweis für Bořetice stammt aus dem Jahr 1300 und lautet „villa Boreticz ad Horzepnik“. In ihrer frühen Geschichte gehörte Bořetice zum erzbischöflichen Herrschaftsgebiet von Červená Řečice. Damit ist der Ort sowohl mit einer frühen schriftlichen Überlieferung als auch mit dem damaligen Herrschaftsgebiet von Červená Řečice verbunden. Der Eintrag von 1300 liegt damit zeitlich deutlich vor der Kapelle und dem Denkmal. Von 1300 bis zur Errichtung des Denkmals 1928 spannt sich eine Zeit von mehr als sechs Jahrhunderten.
Auch einzelne Lebensläufe führen nach Bořetice. Der Historiker Václav Žáček wurde 1905 in Bořetice geboren. Beim Bischof Franz Žak liegt der Bezug anders: Nicht sein Geburtsort, sondern die Herkunft seiner Eltern führt nach Bořetice. Diese beiden biografischen Verbindungen setzen unterschiedliche Akzente innerhalb der Ortsgeschichte.
Schloss Červená Řečice und Busverbindungen
Im näheren Umfeld von Bořetice, 5 km östlich und nicht im Ort selbst, liegt das Schloss Červená Řečice. Die nationale Kulturdenkmalanlage bietet kommentierte Führungen an. Sie ist damit eine eigenständige Anlage außerhalb von Bořetice und ergänzt die historischen Zeugnisse des Ortes um ein Ziel im näheren Umfeld.
Bořetice ist durch die Buslinien Hořepník–Pacov, Pacov–Pelhřimov und Lukavec–Pelhřimov angebunden. Die drei Linien verbinden dabei jeweils zwei Orte. Pacov und Pelhřimov sind jeweils Teil von zwei Verbindungen. Hořepník und Lukavec sind jeweils Teil einer der drei Strecken. Für die weitere Suche nach passenden Zielen können Sie auch Horní Ves, Hojanovice, Vokov, Kletecna, Dubovice, Cetoraz, Eš und Libkova Voda betrachten.
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