Zelená Hora: Wallburg, Geschichte und Haná-Landschaft

Zelená Hora verbindet Landschaft und Geschichte auf ungewöhnlich konzentrierte Weise. Der Ort liegt größtenteils in den Gipfelbereichen der Drahanská vrchovina und erzählt zugleich von einer prähistorischen Wallburg, einer mittelalterlichen Burg sowie von einer Gemeinde, deren Bewohner 1941 zwangsweise ausgesiedelt wurden. Für Ihre Reiseplanung entsteht daraus kein austauschbares Landschaftsbild, sondern ein Ziel mit mehreren zeitlichen und geografischen Ebenen.

Landschaft zwischen Drahanská vrchovina und Haná

Die Lage in den Gipfelbereichen der Drahanská vrchovina prägt den Charakter von Zelená Hora. Einen besonderen Landschaftsbezug bietet Nad Bochtálem: In der Zwischenkriegszeit standen dort zwei Windmühlen. Nach der Aussiedlung der Gemeinde im Jahr 1941 wurden sie nach und nach abgebaut. Heute bietet der Ort einen schönen Ausblick auf die Landschaft der Haná. So stehen die früheren Windmühlen und ihr späterer Abbau in einem historischen Kontrast zum heutigen Ausblick auf die Landschaft der Haná.

Für die Wahl Ihrer Unterkunft bedeutet das: Zelená Hora spricht vor allem Reisende an, die ihren Aufenthalt mit Landschaftseindrücken und Ortsgeschichte verbinden möchten. Statt einer langen Reihe einzelner Attraktionen steht die Beziehung zwischen Höhenlage, Ausblick und historischer Entwicklung im Vordergrund.

Eine archäologische Fundstelle mit mehreren Schichten

Das archäologische Gebiet Zelená Hora ist eine bedeutende archäologische Fundstelle. Zu ihm gehört eine 1,1 Hektar große prähistorische Wallburg auf einer dreieckigen Landspitze über dem Pustiměřský potok. Befestigt war sie durch einen Wall und einen Graben. Diese konkrete Lage und die erhaltene Beschreibung der Befestigung machen die Wallburg zu einem anschaulichen Zugang zur frühen Geschichte des Ortes.

Die archäologische Geschichte endet hier nicht mit der prähistorischen Anlage. Auf dem archäologischen Gebiet wurde Mitte des 13. Jahrhunderts eine steinerne Burg errichtet, die wahrscheinlich bereits im 14. Jahrhundert aufgegeben wurde. Wer Zelená Hora besucht, kann den Ort deshalb als Abfolge verschiedener Siedlungs- und Befestigungsepochen betrachten: zuerst die prähistorische Wallburg, später die steinerne Burg und daneben die überlieferte Geschichte der neueren Gemeinde. Gerade diese zeitliche Staffelung verleiht dem Ziel seinen besonderen kulturellen Reiz.

Vom gerodeten Wald zur Gemeinde

Zelená Hora wurde 1763 offiziell gegründet. Holzknechte hatten in einem Teil eines gerodeten Waldes, den Bischof Maxmilián, Graf Hamilton, geschenkt hatte, sechs Häuser errichtet. Die Gründungsgeschichte benennt damit nicht nur ein Jahr, sondern auch die konkrete Ausgangslage des Ortes: Waldrodung, Holzknechte und eine kleine Zahl erster Häuser.

Zur Ortsgeschichte gehört ebenso der harte Bruch im Jahr 1941. Die Einwohner von Zelená Hora wurden zwangsweise ausgesiedelt und kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 zurück. Ein weiteres sichtbares historisches Detail befindet sich auf dem Dorfplatz: Dort steht ein Sandsteinkreuz aus dem Jahr 1869. Zusammen mit der Wallburg, der aufgegebenen Burg und der Geschichte der Aussiedlung bildet es ein dichtes Netz an Themen, das Zelená Hora über einen bloßen Landschaftsnamen hinaus lesbar macht.

Wenn Sie neben Zelená Hora weitere Orte im übergeordneten Gebiet ansehen möchten, finden Sie hier Heršpice, Podbřežice, Ruprechtov, Letonice, Křižanovice, Hoštice-Heroltice, Drysice und Kozlany.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Vyškov.

Unterkünfte in Zelená Hora vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com