Uhřice: Eisenbahn-Erlebnisse, Aquapark und Ortsgeschichte
Uhřice mit Erlebnisbahn, Wasserfreuden und Geschichte entdecken
Uhřice bietet ungewöhnliche Eindrücke für einen abwechslungsreichen Aufenthalt: Familienfahrten mit einem historischen Motorwagen, einen Aquapark mit verschiedenen Wasserangeboten und mehrere bemerkenswerte Zeugnisse der Orts- und Regionalgeschichte. Besonders anschaulich wird der Ort dort, wo Kinder aktiv teilnehmen können, während Kulturinteressierte auf gotische Baukunst, historische Erinnerungsorte und kunstvolle Details stoßen.
Mit der Erlebnisbahn Čejč–Uhřice unterwegs
Die Erlebnisbahn Čejč–Uhřice bietet Familienfahrten mit dem historischen Motorwagen M240 an. Für Kinder bleibt es nicht beim Blick aus dem Fenster: Während der Fahrt können sie in die Fahrerkabine schauen und sich im Bahnhof am Führerstand fotografieren lassen. Damit erhält die Bahnfahrt einen konkreten Erlebnischarakter, der auch für Familien mit unterschiedlichen Interessen interessant ist.
Zum Eisenbahnpark der Erlebnisbahn Čejč–Uhřice gehören Hüpfburgen, ein kleines Kettenkarussell, Kreativangebote, eine Modelleisenbahn sowie eine Sand- und eine Kugelspielwelt. Die einzelnen Bereiche setzen unterschiedliche Schwerpunkte und ergänzen die Fahrt mit dem Motorwagen um Spiel, Gestaltung und Eisenbahnthemen. Wer einen Tag mit mehreren kindgerechten Aktivitäten verbinden möchte, findet hier daher mehr als nur eine einzelne Fahrt.
Wasserangebote und praktische Orientierung
Der Aquapark Uhřice verfügt über ein Schwimmbecken mit einer Bahn für das Konditionsschwimmen, ein Kinderplanschbecken, eine Rutsche und zwei weitere Wasserrutschen. Hinzu kommen Massagebänke, Düsen und Liegen, Wasserspeier, eine Wasserwand sowie ein Volleyballplatz für 100 Kč pro Stunde. So stehen sowohl ein abgegrenztes Angebot für Kinder als auch Möglichkeiten zum Schwimmen und weitere Wasserbereiche zur Verfügung.
Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ist festgehalten, dass der Aquapark mit einer Hebevorrichtung ausgestattet ist, die den Zugang zum Schwimmbecken ermöglicht. Eine weitere kleine Entdeckung im Freien ist die Studánka na Romenově. Sie ist von der Straße aus über einen befestigten Fußweg leicht zugänglich.
Kirche, Kunst und Spuren der Vergangenheit
Die Kirche St. Johannes des Täufers in Uhřice ist ein gotisch-renaissancezeitlicher Bau aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. In ihrem Inneren befindet sich ein Lehm-Tabernakel, das laut Experten als Habán-Arbeit vom Ende des 16. oder vom Beginn des 17. Jahrhunderts gilt. Unter dem Fußboden in der Mitte der Kirche liegt außerdem eine vermutlich gewölbte Krypta mit quadratischem Grundriss und angeblich vier Metern Seitenlänge. Sie soll drei Särge sowie Reste eines Kreuzes und eines Rosenkranzes enthalten. Gerade die unterschiedlichen zeitlichen Ebenen machen die Kirche zu einem Ort, an dem sich Baugeschichte und überlieferte Details verbinden.
Auf dem Dorfplatz von Uhřice, gegenüber dem Haus Nummer 99, steht eine hochwertige Rokokoskulptur des heiligen Johannes von Nepomuk. Sie entstand wahrscheinlich im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts in der Kunstwerkstatt von O. Schweigl. Ein weiterer geschichtlicher Bezugspunkt ist die Gedenkstätte „Setkání dvou císařů“. Sie erinnert an das Treffen Napoleons I. Bonaparte mit Franz I. von Österreich am 4. Dezember 1805 nach der Schlacht von Slavkov.
Die Gedenkstätte „Setkání dvou císařů“
Auf dem Gelände der Gedenkstätte steht ein Obelisk, der von vier Linden umgeben ist. Am Eingang zum Gelände von Janův Dvůr wurde 2002 eine Informationstafel mit Karten der Umgebung sowie einem Plan des Schlachtfelds zwischen Brünn und Slavkov aufgestellt. Dadurch werden der Erinnerungsort und sein historischer Bezug auch räumlich nachvollziehbar, ohne dass die Gedenkstätte nur aus einem einzelnen Denkmal besteht.
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