Hovorany – Weinwege, Kellergassen und Kultur

Hovorany verbindet Weinlandschaft, dörfliche Kultur und kurze wie ausgedehnte Entdeckungen. Besonders charakteristisch ist der Weinlehrpfad durch die Gemeinden Mährisch-Slowakei: Die 31 km lange Strecke kann in Hovorany begonnen werden und ist gut mit dem Fahrrad befahrbar. Wer eine kürzere Tour bevorzugt, findet mit „Hovoranskými vinohrady za vínem“ einen 5 km langen Rundweg rund um Hovorany, der für Fußgänger und Radtouristen geeignet ist. Entlang der Strecke warten mindestens 20 Weingüter mit einer Auswahl ihrer eigenen Weine.

Wein erleben: Wege, Keller und Veranstaltungen

Die Weinkultur zeigt sich nicht nur auf den Wegen. Der traditionelle Wein-Event „Den otevřených sklepů“ ermöglicht den Besuch von bis zu 25 Weingütern und die Verkostung von insgesamt mehr als 300 Weinproben. Zum Programm gehören Führungen durch Weingüter mit Erläuterungen, Gesangsgruppen, Auftritte von Kindern der Winzer und abendliche Unterhaltung. Bei „Hovoranskými vinohrady za vínem“ ergänzen Männerchöre und ein abendliches Programm mit der Zimbalmusik Rubáš aus Buchlovice das Begleitprogramm.

Für eine gezielte Weinverkostung liegt der Weinkeller von Vinařství Machalínek im Kellergebiet Hluboká cesta in Hovorany; dort findet eine Weinverkostung mit fachkundiger Erläuterung statt. Eine besondere Ortsansicht bietet Na Benátkách: Die Kellergasse liegt direkt am Hovoranský rybník und besitzt einen Aussichtspunkt auf die malerischen Weinkeller. Die Weinkeller von Na Benátkách spiegeln sich in der Oberfläche des örtlichen Teichs. Außerdem bietet die Kellergasse Weinverkostungen und Sitzgelegenheiten.

Kirche, Museum und örtliche Geschichte

Auch abseits des Weinbaus hat Hovorany eigenständige kulturelle Anlaufpunkte. Die Kirche St. Johannes der Täufer entstand 1721–1725 durch die Erweiterung einer frühbarocken Kapelle aus dem Jahr 1670. Der einschiffige Barockbau besitzt an der Westfassade einen markanten prismatischen Turm. Das Museum Hovorany befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude mit typischer Volksarchitektur und bemalter Fassade. Seine historischen Artefakte reichen von den Bereichen Wohnen und Landwirtschaft bis zu Bergbau, Weinbau und örtlichem Handwerk. Eine weitere Ausstellung widmet sich dem örtlichen Künstler, akademischen Bildhauer und Medailleur Václav Adolf Kovanič.

Zum Ortsbild gehören außerdem die Erlöserkirche der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche aus dem Jahr 1957 und die bemalte Rochuskapelle aus dem Jahr 1834. Die Hovoranské hody 2026 in Hovorany waren ein fünftägiges Fest mit Folklore, Musik und Trachtenbräuchen; dazu gehörten das Aufstellen des Maibaums, Trachtenumzüge und abendliche Unterhaltung.

Natur im näheren Umfeld

Im näheren Umfeld von Hovorany liegt Hovoranské louky etwa 1,5 km nordwestlich der Gemeinde in Richtung Karlín. Das Schutzgebiet gehört zum europäischen Natura-2000-Netzwerk zum Schutz der Natur. Es schützt Steppen- und Trockenrasengesellschaften mit seltenen, gefährdeten und geschützten Pflanzenarten. Damit ergänzt das Schutzgebiet die Weinwege und Ortsbesichtigungen um einen Landschaftsaspekt, ohne dass Sie den Charakter von Hovorany als Weinbauort aus dem Blick verlieren.

Weitere Ziele in Südmähren: Veselí Nad Moravou, Malá Vrbka, Lužice, Hýsly, Celoznice, Kyjov, Labuty und Rohatec.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hodonín.

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