Rudice – Windmühle, Karst und Ausflugsrouten

Rudice ist ein Ort für Reisende, die Natur, ungewöhnliche Landschaftsformen und regionale Kultur miteinander verbinden möchten. Besonders charakteristisch sind die Windmühle holländischen Typs, das als nationales Naturdenkmal ausgewiesene Rudické propadání und eine Rundroute zum Kaolinbruch Seč. Dabei stehen nicht nur oberirdische Sehenswürdigkeiten im Mittelpunkt: Das Rudické propadání führt auch zu einem außergewöhnlichen Höhlensystem, dessen unterirdische Räume allerdings nicht öffentlich zugänglich sind.

Windmühle, Museum und Geopark

Die Windmühle von Rudice wurde 1865 von Matěj und Františka Ševčík erbaut. Ihre Bauform gehört zum holländischen Typ und macht sie zu einem markanten kulturellen Bezugspunkt des Ortes. Wer das Museum der Windmühle besucht, sollte die besondere Form der Besichtigung einplanen: Der Eintritt und die Besichtigung der Ausstellungsstücke sind nur in Begleitung eines Führers möglich.

Neben der Windmühle befindet sich ein kleiner Geopark. Dort sind Gesteinsproben aus dem Mährischen Karst und der Drahanská vrchovina zu sehen. Für Besucher entsteht so eine Verbindung zwischen dem Bauwerk und den geologischen Landschaften der Region, ohne dass dafür ein großer Themenwechsel nötig ist. Ebenfalls ein eigenständiges Detail der Ortsbesichtigung ist die Kapelle der heiligen Barbara. Sie steht an der Kreuzung zweier Alleen und besteht aus zweischaligem Mauerwerk: Außen wurde Stein verwendet, innen Ziegel.

Rudické propadání und die Farben des Kaolinbruchs

Das Höhlensystem Rudické propadání–Býčí skála hat rund 13 km Ganglänge und ist das zweitlängste Höhlensystem in Tschechien. Diese Dimension beschreibt eine unterirdische Welt, die nicht mit einem gewöhnlichen Spaziergang gleichzusetzen ist. Die unterirdischen Räume von Rudické propadání sind nicht öffentlich zugänglich; ein Besuch ist nur ausnahmsweise im Rahmen speleologischer Kurse und in Begleitung erfahrener Ausbilder möglich.

Oberirdisch lässt sich ein anderer geologischer Eindruck am Kaolinbruch Seč gewinnen. Seine Wände zeigen durch die dortigen Kaolinablagerungen weiße, gelbe, orangefarbene und rote Farbtöne. Dadurch erhält der Ausflug einen deutlich sichtbaren Kontrast zur unterirdischen Dimension des Höhlensystems.

Rundweg und Klettermöglichkeiten

Für eine kompakte Erkundung ist die Ausflugsroute „Do Rudice k větrnému mlýnu a ke kaolínovému lomu Seč“ ausgewiesen. Der Rundweg ist 6,5 km lang und führt dem Namen entsprechend zur Windmühle und zum Kaolinbruch Seč. Er bietet damit eine konkrete Möglichkeit, zwei der prägenden Themen von Rudice in einer Route zusammenzufassen: technische beziehungsweise regionale Geschichte und sichtbare Geologie.

An den Felsen in Kolíbky – Slza, Podhradí und Hrad ist das Klettern ganzjährig erlaubt. Für die Wahl einer Unterkunft in Rudice bedeutet das vor allem eine klare Schwerpunktentscheidung. Der Ort passt zu einer Reise, bei der eine geführte Museumsbesichtigung, eine Rundroute, geologische Beobachtungen oder der Aufenthalt an ausgewiesenen Kletterfelsen wichtiger sind als ein möglichst dichtes Besichtigungsprogramm.

Weitere Orte für Ihre Suche

Weitere Informationen finden Sie zu Blansko, Vísky, Prostřední Poříčí, Adamov U Brna, Benešov U Boskovic, Býkovice, Krasová und Ráječko.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Blansko.

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