Ladná zwischen Dyje-Aue und Kulturerbe
Ladná verbindet eine vielgestaltige Auenlandschaft mit markanten historischen Spuren. Im westlichen Teil des Katastralgebiets liegen Auwälder, Wiesen, Feuchtgebiete und Altarme der breiten Dyje-Aue. Zugleich befindet sich dieser Bereich am Rand der künstlich gestalteten Landschaft Lednicko-Valtický areál. Damit richtet sich die Aufmerksamkeit in Ladná nicht nur auf einzelne Bauwerke, sondern auch auf den Wechsel zwischen Flusslandschaft, geschützten Gebieten und kulturhistorischen Zeugnissen.
Dyje-Aue und geschützte Landschaft
Zum Katastralgebiet von Ladná gehören Teile des FFH-Gebiets Niva Dyje und des Naturparks Niva Dyje. Der westliche Teil steht für Auen, Feuchtgebiete und Altarme; die Ortsgeschichte ist durch Kirchen, Kapellen und weitere historische Anlagen geprägt.
Kirche, Kapelle und kleine Denkmale
Die Kirche St. Michael der Erzengel wurde vom Architekten Karl Weinbrenner im neuromanischen Stil entworfen. Sie gilt als eigenständiges und unverwechselbares Werk, das für die Zeit der Herrschaft von Jan II. von Lichtenstein charakteristisch ist, und wurde am 13. Oktober 1914 geweiht. Diese drei Angaben geben dem Bauwerk eine klar erkennbare architektonische und historische Einordnung.
Eine ältere Spur ist die Kapelle St. Michael. Sie wurde 1849 auf Kosten der Gemeinde und des örtlichen Bauern Jan Holub errichtet und erinnert an die Aufhebung der Robotpflicht im Jahr 1848. Ihre Form unterscheidet sie deutlich von der Kirche: Die Kapelle ist ein rechteckiger Bau mit einem vierseitigen Glockenturm und charakteristischen klassizistischen, antikisierenden Fassadenzügen. Ergänzt wird dieses kulturelle Bild durch die Boží muka, die aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert stammen.
Mühle und jagdliche Geschichte
Auch die Mühle von Ladná führt weit in die Vergangenheit zurück. Ihre erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1334; dabei wird sie als Mühle mit acht Rädern bezeichnet. In jüngerer Zeit wurde sie von der Firma KOVO Prudík in den Jahren 1999 bis 2000 gekauft und restauriert. Für die historische Einordnung ist damit sowohl die mittelalterliche Erwähnung als auch die dokumentierte Restaurierung wichtig.
Eine andere Facette der Ortsgeschichte ist die bei Ladná von den Liechtensteinern Ende des 17. Jahrhunderts errichtete jagdliche Einrichtung. Sie diente dem Fang von Wasservögeln, insbesondere Wildenten, und wurde vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr genutzt. Die historische Anlage umfasste einen rechteckigen Teich von 128 × 120 Metern mit eigenem Zu- und Ablauf. Der Hinweis auf die frühere Nutzung sollte deshalb als Teil der Geschichte Ladnás verstanden werden, nicht als Beschreibung eines heutigen Betriebs.
Wandern und Radfahren am westlichen Rand
Eine gelb markierte Wanderroute verläuft am westlichen Rand des Katastralgebiets von Ladná und führt über die Strecke Podivín žel. stanice–Ladenský most–Janův hrad–Lovecký zámeček–Lednice.
Ebenfalls am westlichen Rand des Katastralgebiets verläuft die Radroute Velkopavlovická. So treffen im Ortsbild Auenlandschaft, geschützte Gebiete und historische Zeugnisse aufeinander.
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