Hrušovany U Brna
Hrušovany u Brna verbindet markante Industriegeschichte mit kleinen Denkmälern, einer eigenen Festtradition und Wegen entlang des Vodárenský rybník. Der Ort eignet sich damit für einen Aufenthalt, bei dem Sie Kulturgeschichte und Bewegung nicht getrennt voneinander betrachten müssen: Im Ortsbild stehen Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen, während Bahnhof, Radweg und Wanderweg konkrete Orientierung für weitere Entdeckungen geben.
Zuckerfabrik und moderne Architektur
Das ursprüngliche Gebäude der Zuckerfabrik von Hrušovany u Brna wurde 1882 fertiggestellt und gehörte zu den größten Zuckerfabriken in Mähren. Zur Industriegeschichte gehört auch die Fabrikhalle der Zuckerraffinerie von 1916. Sie zählt zu den prägenden Bauwerken der Gemeinde; Adolf Loos gilt vermutlich zumindest als Urheber der äußeren Gebäudehülle. Diese vorsichtige Zuschreibung macht die Halle zu einem interessanten Beispiel für die Verbindung von Industrie und Architektur, ohne den historischen Befund stärker zu deuten, als es die Angaben erlauben.
Ein weiteres auffälliges Gebäude ist das Wohnhaus des Zuckerfabrikdirektors Viktor Bauer. Es wurde 1918 vom Architekten Adolf Loos entworfen und war das erste Gebäude mit Flachdach in Mähren. Das Wohnhaus von Viktor Bauer ist außerdem im Zentralen Verzeichnis der Kulturdenkmäler unter der Registernummer 17683/7-7082 eingetragen. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier somit mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte: Zuckerindustrie, ein prägendes Fabrikgebäude und ein Wohnhaus mit besonderer Bauform.
Kirche, Denkmäler und Hrušovanské hody
Die Kirche Panny Marie Královny wurde von 2000 bis 2004 nach einem Entwurf der Architektin L. Vojtová errichtet. Die Innenraumgestaltung stammt von Jiljí Šindlar. Einen deutlich älteren Akzent setzt das Smírčí kříž aus dem Jahr 1595, das als ältestes erhaltenes Denkmal von Hrušovany u Brna gilt. Es ist eine Übergangsform zwischen einem Kreuz und einem Kreuzstein und trägt ein lateinisches Kreuz sowie eine sechszeilige Inschrift.
Das Kamenný kříž ist das älteste kirchliche Denkmal in Hrušovany u Brna und wird dem Bildhauer Jan Stern aus Židlochovice zugeschrieben. Es wurde zum Gedenken an das Hagelunwetter vom 6. Juli 1781 errichtet, das die gesamte Ernte in der Umgebung zerstörte. Ergänzt wird die Ortsgeschichte durch die Hrušovanské hody, ein traditionelles Fest der Gemeinde mit Wurzeln im 19. Jahrhundert. Die Feier dauert üblicherweise drei Tage und umfasst das Aufstellen des Maibaums, eine Trachtenprozession, eine Messe und eine Tanzveranstaltung.
Radweg, Wanderweg und Vodárenský rybník
Für aktive Erkundungen verbindet ein Radweg Hrušovany u Brna mit Židlochovice. Zusätzlich verläuft am Rand des Vodárenský rybník ein grün markierter Wanderweg vom Bahnhof Hrušovany u Brna nach Židlochovice und weiter zum Aussichtsturm Výhon. So lassen sich ein Weg durch die Landschaft und ein Ziel außerhalb des Ortes als zusammenhängende Ausflugsidee betrachten, ohne dass dafür eine bestimmte Aufenthaltsdauer vorausgesetzt werden muss.
Der Vodárenský rybník ist ein bedeutendes Landschaftselement. Den Einwohnern von Hrušovany u Brna dient er zum Spazierengehen, zur Erholung und zum Angeln. Der Fischerklub Hrušovany u Brna widmet sich unter anderem dem Sportfischen und hat das Recht, den sogenannten Vodárenský rybník zu bewirtschaften. Für Ihre Reiseplanung ist dabei wichtig, zwischen dem öffentlich beschriebenen Landschafts- und Erholungsraum und den Angaben zur Bewirtschaftung durch den Fischerklub zu unterscheiden.
Der Bahnhof Hrušovany u Brna liegt an den Verbindungen Tišnov–Brno–Hustopeče u Brna, Hrušovany u Brna–Židlochovice und (Brno–)Šakvice–Břeclav. In der Nähe des Bahnhofs befinden sich außerdem ein öffentliches Parkhaus und eine Haltestelle für Linienbusse.
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