Žerotice: Burgruine, Martinskirche und Weintraditionen
Žerotice zwischen Burgruine, Kirche und Jevišovka
Žerotice verbindet eindrucksvolle Spuren der Ortsgeschichte mit kirchlicher Kunst, lebendigen Traditionen und einem geschützten Naturraum. Für Familien und andere Reisende, die einen kleinen Ort mit mehreren unterschiedlichen Entdeckungen suchen, liegen die Schwerpunkte klar erkennbar: Am südlichen Rand befindet sich die Burgruine, im Ort stehen die dem heiligen Martin geweihte Pfarrkirche und das Pfarrhaus, während die Jevišovka durch das Katastergebiet von Žerotice fließt.
Kirchliche Kunst und besondere Ortsdetails
Von der alten gotischen Kirche in Žerotice sind nur das Presbyterium, ein altes Taufbecken und ein steinernes Weihwasserbecken erhalten. Der Hauptaltar sowie zwei Seitenaltäre wurden 1775 von dem Znaimer Bildhauer Šebestián Centner aus Marmor und Gips gefertigt. Die Seitenaltäre sind dem heiligen Jakobus, Jesus, Maria und Josef gewidmet. Damit bietet die Kirche nicht nur historische Substanz, sondern auch konkrete kunsthandwerkliche Details, auf die Sie bei einem Rundgang achten können.
Die dem heiligen Martin geweihte Pfarrkirche steht im nordöstlichen Teil von Žerotice. Ihr parkartig gestaltetes Umfeld ist von einer Mauer umgeben. Das Areal ist von Süden über eine Treppe vom Gehweg durch das Haupttor oder von Osten durch eine Seitentür zugänglich. Das Pfarrhaus wurde 1832 fertiggestellt und besitzt an seiner Fassade eine Sonnenuhr. Ein weiteres auffälliges Bauwerk ist der dreigeschossige Getreidespeicher mit geschwungenen Giebeln und ungewöhnlichen Dreiergruppen von Öffnungen in Form einer zusammengedrückten Acht.
Burgruine am südlichen Ortsrand
Die Ruine der Burg von Žerotice liegt am südlichen Rand des Dorfes. Erhalten sind ein Renaissance-Gewölberaum, Mauerwerk bis zur Höhe des ersten Obergeschosses, Stützpfeiler, der Rest eines prismatischen Turms und ein stark zugeschütteter, ursprünglich ummauerter Graben. Die Geschichte des Platzes reicht weit zurück: Ein kleiner mehrstöckiger Burgbau und der Ort Žerotice werden 1259 erwähnt, die Festung ist 1358 ausdrücklich belegt. Spätere Renaissance-Umbauten veränderten die Anlage, bevor sie 1643 von schwedischen Truppen erobert und niedergebrannt wurde.
Naturraum und örtliche Traditionen
Die Jevišovka, die durch das Katastergebiet von Žerotice fließt, ist in das Natura-2000-Netz geschützter Gebiete einbezogen. Dieser Naturbezug ergänzt die historischen Ziele um eine weitere Facette, ohne dass Žerotice auf ein einziges Reisethema festgelegt ist. Auch die örtlichen Bräuche prägen den Charakter des Ortes: Žerotice pflegt einen traditionellen Maskenumzug zum Masopust.
Der Jahreslauf ist außerdem von Weinveranstaltungen und Kirchweihtraditionen geprägt. Am 21. März 2026 war die XXV. Weinverkostung angesetzt; die Weinfreunde in Žerotice stellen regelmäßig Ende April ihre Weinproben aus. Für den 14. und 15. November 2026 ist das Svatomartinské posvícení, das Martinskirchweihfest, angesetzt. Am Samstag ist eine Unterhaltung vorgesehen, die sich vor allem an junge Menschen richtet. Am Sonntag folgt ein Umzug durch den Ort mit anschließendem Zavádění.
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