Zábrdí – Blanice, Natur und Papierkrippen
Unterkünfte in Zábrdí
Zábrdí verbindet eine gegliederte Landschaft mit ungewöhnlichen Kulturgeschichten und besonderen Naturdetails. Das Dorf liegt oberhalb des Flusses Blanice auf durchschnittlich 642 Metern über dem Meeresspiegel. Wer für einen Aufenthalt in Tschechien einen Ort mit klar erkennbarem Landschafts- und Ortscharakter sucht, findet hier mehrere eigenständige Themen: den geschützten Flusslauf, historische Spuren, eine bemerkenswerte Sammlung von Papierkrippen und kleine Entdeckungen am Weg.
Blanice und geschützte Landschaft
Der Fluss Blanice und seine Umgebung stehen wegen eines natürlichen Flusslaufs mit sandigem bis kiesigem Sohlsubstrat unter Schutz. Das Sohlsubstrat bezeichnet den Untergrund des Flussbetts und macht deutlich, dass hier nicht nur die Gewässerlinie, sondern der natürliche Charakter des Flusslaufs im Mittelpunkt steht. Für die Reiseplanung eröffnet das einen Landschaftsaspekt, der sich von den kulturellen Themen des Ortes unterscheidet.
Auch kleinere Naturpunkte gehören zum Bild von Zábrdí. Am westlichen Ortsrand steht an einer Wegkreuzung eine als Naturdenkmal geschützte Robinie. Direkt daneben befindet sich ein Kreuz mit der Jahreszahl 1871. Im Schutzgebiet V polích steht außerdem ein Standort mit einem reichen Bestand des Kleinen Knabenkrauts unter Schutz. Die Zábrdská jeskyně liegt unterhalb der Straße zur Mühle.
Ortsgeschichte und eine besondere Biografie
Der Ortsname Zábrdí bezeichnet ein Dorf, das hinter einem Hügel beziehungsweise hinter dem Brd liegt. Auch die schriftliche Geschichte reicht weit zurück: In einer 1359 ausgestellten Urkunde zur Belehnung von Petr von Janovice und seinen Erben mit Gütern war Zábrdí eines der Dörfer.
Mit Zábrdí ist außerdem die Biografie von Josef Hasil verbunden. Er wurde am 8. Februar 1924 in Zábrdí u Prachatic geboren. Hasil wurde als „König des Böhmerwaldes“ bezeichnet, war ein ehemaliger Schleuser im Böhmerwald und später Agent des amerikanischen Nachrichtendienstes CIC. Für Besucher, die neben Landschaften auch historische Persönlichkeiten und die Geschichte des Grenzraums recherchieren möchten, bietet dieser Ortsbezug einen eigenständigen Zugang zur Vergangenheit.
Fast 900 Krippen im Museum
Ein besonders markantes Kulturerlebnis ist das Museum papírových betlémů in Zábrdí u Husince. Das Museum ist täglich, sieben Tage pro Woche, geöffnet. Es beherbergt eine Sammlung von fast 900 Krippen aus aller Welt; 99 Prozent davon sind Papierkrippen. Damit steht nicht nur ein einzelnes Exponat im Mittelpunkt, sondern eine umfangreiche Sammlung mit einer klaren materiellen Besonderheit. Das Museum ergänzt die Natur- und Geschichtsthemen um eine kulturelle Station, bei der Herkunft, Gestaltung und Vielfalt der Krippen den Schwerpunkt bilden.
So lassen sich in Zábrdí unterschiedliche Interessen miteinander verbinden, ohne sie zu einer einzigen Sehenswürdigkeit zusammenzufassen: die Landschaft an der Blanice, geschützte Pflanzen- und Naturstandorte, ein historischer Ortsname, die Erinnerung an Josef Hasil und die Sammlung des Museums. Je nach gewünschtem Schwerpunkt können Sie den Ort daher vor allem über Natur, Geschichte oder Papierkrippen kennenlernen.
Weitere Orte für Ihre Recherche
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