Wettern: Kirchen, Festung und Moldau-Erlebnisse

Kirchen und historische Bauwerke in Wettern

Wettern (Větřní) verbindet bemerkenswerte Sakralbauten mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Die Kirche Kostel svatého Jana Nepomuckého ve Větřní wurde in den Jahren 1936 bis 1938 erbaut. Ihr Basilikagrundriss umfasst ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe. Besonders anschaulich ist der Turm, der von einer viereckigen in eine achteckige Form übergeht. Die Kapelle Kaple u kostela svatého Jana Nepomuckého ve Větřní wurde 2008 rekonstruiert.

Ein zweiter historischer Akzent liegt im Katastergebiet der Stadt Větřní: Dort steht die Kirche Kostel svatého Jana Křtitele in Zátoni auf einem markanten Hügel über der Moldau. Sie wurde nach 1490 auf älteren Fundamenten errichtet und ist als breite einschiffige Kirche mit einem fünfeckigen Presbyterium beschrieben. Wer sich für unterschiedliche Bauformen und lange Entwicklungslinien interessiert, findet hier einen klaren Kontrast zwischen dem Bau von 1936 bis 1938 in Wettern und dem älteren Kirchenbau in Zátoň. Zur weiteren Orientierung können Sie auch Zaton aufrufen.

Von der Festung zur Industriegeschichte

Zur Kulturgeschichte von Wettern gehört außerdem die spätrenaissancezeitliche Festung Pozdně renesanční jednopatrová tvrz Větřní. Sie wurde erstmals 1347 erwähnt und in der Spätrenaissance neu errichtet. Im Jahr 1892 wurde die Festung zu einer Schule umgebaut. Die aufeinanderfolgenden Jahreszahlen machen sichtbar, wie sich die Funktion des Bauwerks über mehrere Epochen veränderte, ohne dass dafür eine lange Liste weiterer Sehenswürdigkeiten nötig ist.

Auch die industrielle Vergangenheit lässt sich an einem konkreten Ort verfolgen. Ignác Spiro kaufte 1867 die Getreidemühle Pečkovský mlýn an der Straße von Český Krumlov nach Rožmberk und richtete dort eine Holzschleiferei ein. Anschließend begann er schrittweise, die Produktion aus der Papierfabrik in Český Krumlov dorthin zu verlagern. Die Papírny Větřní (JIP) gehörten zu den größten Papierfabriken in der Tschechischen Republik. Damit bietet Wettern neben Kirchen und Festung auch einen Zugang zur regionalen Wirtschafts- und Produktionsgeschichte.

Radfahren und Wasser an der Moldau

Für aktive Tage gibt es mehrere klar beschriebene Möglichkeiten. Nach dem Bahnübergang zum Papierwerk am Ortsrand von Větřní führt eine Radrunde über eine Brücke auf das rechte Ufer der Moldau. Anschließend verläuft sie auf einem ebenen Radweg am Fluss entlang nach Český Krumlov. Die regionale Radrunde Českokrumlovsko führt ebenfalls durch Větřní. So können Sie zwischen einer konkret beschriebenen Strecke am Fluss und einer regionalen Runde wählen, ohne die beiden Angebote miteinander zu verwechseln.

Auch auf dem Wasser ist Wettern verankert: Der Abschnitt Branná–Nové Spolí auf der Moldau führt bei Flusskilometer 30,1 an der Staustufe Jez Větřní – Pečkovský mlýn vorbei. Für die Planung hilft diese genaue Orientierung besonders dann, wenn Sie Rad- und Wassererlebnisse in derselben Reise verbinden möchten.

Freibad und Sauna

Als Ausgleich zu Kultur und Bewegung steht das Venkovní koupaliště Větřní zur Verfügung. Das Freibad verfügt über eine Rutsche und bietet die Möglichkeit zur Erfrischung. Eine hydraulische Vorrichtung ermöglicht Menschen mit Behinderungen den Einstieg ins Wasser. Im Zentrum Bazén a sauna Větřní verfügt die Sauna über zwei Kabinen und ein Abkühlbecken. Damit lassen sich je nach Tagesplanung Baden und Saunieren als eigenständige Programmpunkte berücksichtigen.

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Weitere Ziele zur Orientierung

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch diese Orte aufrufen: Unterhaid, Oberhaid, Dluhoste, Mirkowitz, Thurmplandles, Vyšný und Neudorf B. Berlau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.