Květov: Dorfgeschichte, Baukunst und Natur
In Květov treffen ländliche Baukunst, geschützte Waldnatur und regionale Aktivitäten zusammen. An der Nordseite des Dorfplatzes steht ein großer Wirtschaftshof mit einer mächtigen Scheune. Der Brand von 1904 ging der Entstehung eines Ensembles aus drei Gehöften voraus. So reicht das Themenspektrum von historischen Höfen bis zu Lauf- und Mountainbike-Fahrten.
Historische Bauformen in Květov
An der Nordseite des Dorfplatzes von Květov befindet sich ein großer Wirtschaftshof mit einer mächtigen Scheune. Dieser Hof steht für die dörfliche Seite des Ortes; seine mächtige Scheune ergänzt die drei Gehöfte um ein groß dimensioniertes landwirtschaftliches Gebäude.
In Květov entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach dem Brand von 1904 ein bemerkenswertes Ensemble aus drei Gehöften. Die Fassaden verbinden Neorenaissance-Stil mit Elementen des Bauernbarocks; errichtet wurden sie vom Maurermeister František Luza. Die Neorenaissance bringt repräsentative Formen ein, während der Bauernbarock den Bezug zur ländlichen Baukunst bewahrt. Der Brand von 1904 markiert dabei den historischen Ausgangspunkt des Ensembles. Gerade diese Verbindung repräsentativer und ländlicher Formen macht das Ensemble zu einem prägnanten Thema für alle, die sich für regionale Architektur interessieren.
Tyrolský dům und die Kapelle sv. Huberta
Die übrigen Wände des Tyrolský dům sind als Blockbau ausgeführt und mit Schindeln mit abgerundeten Spitzen verkleidet. Das Gebäude besitzt außerdem eine vollständig umlaufende hölzerne Galerie, die über eine hölzerne Außentreppe zugänglich ist. Am Tyrolský dům stehen damit Blockbau, Schindeln, Galerie und Außentreppe im Mittelpunkt. Die umlaufende Galerie und die Außentreppe bilden dabei eine zusätzliche hölzerne Ebene um das Gebäude.
Das Jagdschlösschen Tyrolský dům wurde 1810/11 im sogenannten alpenländischen Stil errichtet. Dieser gilt in Tschechien als außergewöhnliche Bauweise. Die Kapelle sv. Huberta steht für eine kleinere, klar umrissene Form: ein Blockbaugebäude mit rechteckigem Grundriss, schindelgedecktem Walmdach und einem Sanktus-Dachreiter.
Geschützte Waldnatur
Ein anderer Schwerpunkt liegt bei der Rukávečská obora. Sie wurde erstmals am 6. August 1929 unter Schutz gestellt und schützt einen Fragmentbestand ursprünglicher säureliebender Hainsimsen-Buchenwälder. Die Naturseite von Květov verbindet damit ein genaues Schutzdatum mit einem verbliebenen Teil ursprünglicher säureliebender Hainsimsen-Buchenwälder. Der Waldraum erweitert das Bild des Ortes über seine Höfe und Gebäude hinaus und ergänzt die Bauformen um einen eigenständigen ökologischen Schwerpunkt.
Routen für unterschiedliche Interessen
Die beiden Routen ergänzen die Bau- und Naturthemen um unterschiedliche Bewegungsformen. Der Abschnitt 25 des Vltava Run verläuft von Květov nach Kostelec nad Vltavou. Der Velký Písecký okruh ist eine Mountainbike-Route durch die Region Písek. Der erste Verlauf verbindet Květov mit Kostelec nad Vltavou; die Mountainbike-Route führt durch die Region Písek. Damit stehen Laufen und Mountainbike-Fahren als unterschiedliche Schwerpunkte neben den historischen und ökologischen Themen. Die Kombination aus konkretem Start-Ziel-Verlauf und regionaler Mountainbike-Strecke spricht zwei verschiedene Formen aktiver Erkundung an.
Für Familien mit unterschiedlichen Vorlieben bieten die Themen verschiedene Gesprächseinstiege: ein historischer Wendepunkt mit dem Brand von 1904, sichtbare Bauformen, ein genau datierter Schutzbeginn und zwei unterschiedliche Routen.
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