Kalenice: Feste Hvížďalka und Radwege

Kalenice verbindet eine ungewöhnlich anschauliche Ortsgeschichte mit Radwegen, die direkt durch den Ort führen. Im Mittelpunkt steht die Feste Hvížďalka: Ihre Baugeschichte reicht von den gotischen Ursprüngen über den Renaissanceumbau bis zu erhaltenen Befestigungsresten. Ergänzt wird dieses historische Bild durch die dem heiligen Franziskus geweihte Kapelle auf dem Dorfplatz. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem sich Kultur und aktive Erkundung auf überschaubare Weise verbinden lassen.

Die Feste Hvížďalka im Schlosspark

Die Feste Hvížďalka ist im heutigen Schlosspark von Kalenice als eingeschossiges Gebäude mit rechteckigem Grundriss und abgewalmtem Satteldach erhalten. Der mittelalterliche Kern wurde in der Renaissance umgebaut; um 1530 wurde die Feste erobert und niedergebrannt. Zu den denkmalgeschützten Objekten in Kalenice gehört die ursprünglich gotische Feste unter der Hausnummer 50 mit Wall.

Besonders deutlich wird der wehrhafte Charakter an der spätgotischen Turmfeste. Sie besitzt einen tonnengewölbten Keller und ein Erdgeschoss und war von einem Graben mit Wall sowie einem äußeren Graben umgeben. An der Ost-, Süd- und Westseite sind diese Befestigungsreste erhalten. Die verschiedenen Baumerkmale machen Hvížďalka zu einem Ort, an dem historische Entwicklung nicht nur über Jahreszahlen, sondern auch an der Anlage selbst nachvollziehbar wird.

Besichtigung nach vorheriger Vereinbarung

Auf Anfrage sind von April bis September an Wochenenden vorab vereinbarte Besichtigungen der unmittelbaren Umgebung der Feste Hvížďalka, des gotischen Kellers und eines Teils des schrittweise rekonstruierten Innenraums möglich. Ausnahmsweise können nach vorheriger Absprache auch andere Monate oder Wochentage vereinbart werden. Die Besichtigung ist damit an eine konkrete Absprache gebunden und lässt sich gezielt in Ihre Planung einfügen.

Dorfgeschichte und Radfahren

Auch der Dorfplatz trägt zur historischen Orientierung bei. Die Kapelle des heiligen Franziskus wurde 1832 an der Stelle einer älteren Holzkirche errichtet. Kalenice selbst wird erstmals 1045 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, die Fürst Břetislav I. an das Kloster Břevnov richtete. So reicht der dokumentierte Blick auf den Ort weit über die Geschichte der Feste hinaus.

Für eine aktive Erkundung stehen zwei unterschiedlich lange Radstrecken zur Verfügung. Die 10,1 km lange Route „Za Kladrubským drakem“ führt durch Kalenice. Ebenfalls durch den Ort verläuft die 12,8 km lange Route „Krajem rybníků“. Die beiden angegebenen Streckenlängen bieten eine klare Orientierung bei der Auswahl einer passenden Radtour.

Auf der Radroute „Za dávných časů a jejich časoměření“ liegt die erste Station von Horažďovice kommend in Kalenice bei der dortigen Feste. Dadurch begegnen sich Ortsgeschichte und Routenverlauf an einem konkreten Punkt.

Weitere Orte in der Umgebung entdecken

Für Ihre weitere Orientierung können Sie außerdem Úlehle, Třešovice, Dřešín, Paračov, Stozice, Krašlovice, Malenice Nad Volynkou und Lom weiter erkunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.

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