Žabovřesky – Dorftradition, Dehtář und Radwege
Žabovřesky verbindet dörfliche Tradition, eine bis ins Jahr 1334 zurückreichende Geschichte und die Wasserlandschaft rund um den Dehtář. Der Ort ist mit dem wiederkehrenden Masopust verbunden, dessen Veranstaltungen für 2015 und 2025 belegt sind. Bereits 2015 erreichte der Masopust seine siebte Auflage. Gleichzeitig führen Rad- und Wanderwege an den Dehtář-Damm, während archäologische Spuren am Vosí vrch Einblicke in deutlich ältere Siedlungsphasen geben.
Ortsgeschichte und lebendige Traditionen
Die älteste schriftliche Erwähnung von Žabovřesky stammt aus dem Jahr 1334. Ebenfalls am 26. Mai 1334 tauschte Jan Lucemburský Žabovřesky, Dehtáře und Radošovice, die zur Feste Poděhusy gehörten, mit den Rosenbergern gegen die Grenzburg Janovice nad Úhlavou. Am Fuß des Vosí vrch wurden Reste einer frühen Besiedlung entdeckt. Zu den Funden aus diesem Gebiet gehören Keramiken aus der späten Bronzezeit, der Hallstattzeit, der Latènezeit und dem frühen Mittelalter.
Auch im heutigen Ortsbild finden sich bemerkenswerte Details: Die Nischenkapelle des heiligen Johannes Nepomuk ist unter der Registernummer 35016/3-618 als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen. Auf dem Dorfanger steht eine zvonička, die regelmäßig zum Angelus läutet. Bei den Hasičské Májové hody am 31. Mai 2025 neben dem Kulturzentrum Žabovřesky konnten Besucher Speisen und Getränke probieren.
Dehtář: Teich, Feuchtgebiete und Badestelle
Der nahe Dehtář-Teich wurde 1479 geflutet und ist 260 Hektar groß. Heute wird er zur Fischzucht und zur Erholung genutzt. Am Dehtář-Damm, der von der Siedlung Dehtáře in der Gemeinde Žabovřesky aus erreicht wird, gibt es eine Badestelle, einen kleinen Grasstrand, einen flachen Einstieg ins Wasser und einen kleinen Parkplatz. Das nahegelegene Vogelschutzgebiet Dehtář schützt insbesondere die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) und die Graugans (Anser anser). Im Umfeld des Teichs verbinden sich damit Fischzucht und Erholung mit dem Schutz bestimmter Vogelarten im nahegelegenen Gebiet.
Die Gemeindegeschichte von Žabovřesky verbindet den Ortsnamen mit zahlreichen Teichen, Tümpeln und Feuchtgebieten, in denen eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt lebt. Im nahen Dehtáře steht außerdem an der Kreuzung Žabovřesky–Břehov ein gemauerter Bildstock aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Radfahren und Wege am Wasser
Durch Žabovřesky verläuft die Radroute 1083. Am Dehtář-Damm führen zusätzlich der Radweg 1085 von Holašovice nach Zliv und der gelb markierte KČT-Wanderweg von Hluboká nad Vltavou nach Dubné vorbei. Die unterschiedlichen Routen bieten Ihnen eine konkrete Grundlage, wenn Sie für Ihre Reise zwischen Radfahren, Wandern und einem Aufenthalt am Wasser wählen möchten. Ein weiterer historischer Bezug ist der Žabovřeský mlýn, der der örtlichen Überlieferung zufolge mit einer Übernachtung Jan Žižkas auf seinem Zug von der Burg Poděhusy nach Zlatá Koruna verbunden wird.
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