Doubrava – Moldauufer, Ortsgeschichte und Kulturdenkmäler
Doubrava liegt am rechten Ufer der Moldau und verbindet eine kleine Flusslandschaft mit einer bemerkenswert dichten Orts- und Kulturgeschichte. Zwischen dem kleinen Tal, dem Wasserlauf und den historischen Spuren entsteht ein Reiseziel, das sich besonders für alle eignet, die ihren Aufenthalt mit Landschaft und Entdeckungen verbinden möchten.
Zwischen Moldauufer und kleinem Tal
Die Lage am rechten Moldauufer prägt den Charakter von Doubrava. Der Ort liegt in einem kleinen Tal mit einem kleinen Wasserlauf, der häufig lokale Überschwemmungen verursachte. Diese Besonderheit gehört zur überlieferten Landschaftsgeschichte des Ortes und ergänzt den Blick auf die Moldau um ein kleineres, unmittelbar mit Doubrava verbundenes Gewässer.
Ortsgeschichte seit dem Mittelalter
Doubrava wurde erstmals 1295 schriftlich unter der Bezeichnung „Dubraua“ erwähnt. Noch weiter zurück reicht die Geschichte im Umfeld der Gemeinde Chrášťany: Zahlreiche archäologische Fundstellen belegen dort eine Besiedlung der Region bereits in der Bronzezeit. Für kulturgeschichtlich interessierte Besucher eröffnet sich damit ein zeitlicher Bogen von frühen Siedlungsspuren bis zur mittelalterlichen Erwähnung des Ortes. Die bronzezeitlichen Fundstellen liegen im Umfeld von Chrášťany, während sich die mittelalterliche Erwähnung unmittelbar auf Doubrava bezieht.
Hügelgräber und geschützte Denkmäler
Im Katastralgebiet Doubrava nad Vltavou umfasst das archäologische Gebiet SAS 33590 eine aktuell geschützte Hügelgräberstätte. Am Doubrava-Kamenný vrch ist von einer unbekannten Anzahl an Hügelgräbern nur eines erhalten.
Auch die traditionelle ländliche Baukultur ist vertreten. In Doubrava nad Vltavou sind zwei Blockspeicher bei Haus Nr. 23 als unbewegliche Kulturdenkmäler ausgewiesen. Der hölzerne Speicher bei Haus Nr. 23 ist zudem als geschütztes Kulturdenkmal verzeichnet. Im Zentrum von Doubrava befindet sich vor dem Gasthaus „U Houšků“ eine Dorfkapelle. Räumlich liegen die Bauzeugnisse an verschiedenen Stellen: Die Speicher befinden sich bei Haus Nr. 23, die Kapelle im Zentrum vor dem Gasthaus. In Doubrava stehen archäologische Spuren und erhaltene ländliche Bauzeugnisse als zwei unterschiedliche Formen des Kulturerbes in der Ortsgeschichte nebeneinander.
Ein Gasthaus mit langer Familiengeschichte
Das Gasthaus „U Houšků“ befindet sich seit dem 1. Oktober 1931 im Besitz und Betrieb derselben Familie. Das genaue Datum markiert dabei einen festen Ausgangspunkt für die bis heute bestehende Verbindung von Besitz und Betrieb.
Spuren an Flussufer und Wasserbau
Zur Umgebung gehören außerdem mehrere wasserbezogene Zeugnisse. Das Torso eines unvollendeten Brückenpfeilers ist vom linken Ufer bei Albrechtická Hladná aus zugänglich. Bei niedrigem Wasserstand ist vom gegenüberliegenden Flussufer aus das Dach einer betonierten ŘOP-Befestigung zu sehen. Der frühere Nový Mlýn wurde später für die Brauerei Platan in Protivín zu einem Wasserkraftwerk umgebaut. So reicht die Geschichte der Umgebung von Verkehrs- und Befestigungsresten bis zur späteren industriellen Nutzung der Wasserkraft.
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