Cvikov: Natur, Kultur und Ausflüge
Unterkünfte in Cvikov
Cvikov zwischen Felslandschaft und Kulturdenkmälern
Cvikov verbindet geschützte Natur, historische Bauwerke und Wege zu besonderen Landschaftspunkten. Ein prägendes Kulturdenkmal ist die Kirche der heiligen Elisabeth von Ungarn. Ihr ursprünglicher gotischer Bau wurde 1553–1558 von Benedikt Ferrvi zu einer dreischiffigen Kirche umgebaut. Die heutige Gestalt geht auf den barocken Umbau von 1726–1728 nach einem Entwurf des Prager Baumeisters Václav Špaček zurück; der Denkmalschutz besteht seit dem 3. Mai 1958.
Naturdenkmäler und Landschaft
Ein Teil des Gebiets von Cvikov gehört zum Landschaftsschutzgebiet Lužické hory, das 1976 ausgewiesen wurde. Zum geschützten Landschaftsraum zählen unter anderem ein Teil des Katastralgebiets Cvikov sowie die gesamten Katastralgebiete Trávník u Cvikova und Naděje. Das Naturdenkmal Dutý kámen liegt in den Katastralgebieten Drnovec und dem angrenzenden Kunratice u Cvikova. Der 1963 ausgewiesene Sandsteinrücken umfasst 6,63 ha und zeigt säulen- sowie plattenförmige Absonderungen.
Weitere markante Naturziele sind das Naturdenkmal Naděje und die Schillerova vyhlídka. Naděje ist eine Spaltenhöhle mit Pseudokarstmerkmalen in einem Schuttfeld am Nordhang des Suchý vrch, nahe dem Stausee Naděje; das Naturdenkmal wurde 1966 ausgewiesen und umfasst 0,75 ha. Die Schillerova vyhlídka ist trotz teilweise überwuchernder Bäume erhalten. Von dort reicht der Blick in die Umgebung von Mařenice sowie auf Luže, Hvozd und Jezevčí vrch. Mehrere Teiche, darunter Cvikovský, Třeťák und Veselák, werden zur Fischzucht und zur Erholung genutzt.
Wege, Geschichte und Ausflüge
Für die Orientierung nach Interessen bietet Cvikov einen roten Spazierweg zu den Denkmälern der Stadt und einen grünen Wanderweg vorbei an Felsenaussichten, Felsenstädten und Felsreliefs der Umgebung. Der Komplex Křížová cesta–Kalvárie auf dem Křížový vrch reicht in seiner Geschichte bis 1730 zurück. Die ursprünglich hölzerne Kapelle des Heiligen Grabes wurde 1847 durch einen Steinbau ersetzt, während die Stationen des Kreuzwegs vom Ende des 19. Jahrhunderts stammen. Auf dem felsigen Basaltgipfel des Křížový vrch (Kalvárie) wurden 1729 die ersten religiösen Skulpturen des Kreuzwegs aufgestellt.
Zur Stadtgeschichte gehören außerdem die 1697 errichtete Mariensäule, die 1995 von ihrem ursprünglichen Standort bei der Stadtmühle in der Mlýnská ulice an die Kirche versetzt wurde, sowie die Niessnerova vila. Sie war der Familiensitz des Textilfabrikbesitzers Josef Niessner und ist ein historistischer Bau im alpinen Stil mit original erhaltenem Jugendstilinterieur. 2017 begann das Verfahren, sie zum nationalen Kulturdenkmal zu erklären.
Brauereitradition und praktische Orientierung
Am Fuß der Lužické hory wird dem Pivovar Cvikov eine Brautradition seit 1560 zugeschrieben. Nach der Schließung 1968 nahm die Handwerksbrauerei ihren Betrieb 2014 nach einer umfassenden Rekonstruktion wieder auf. In originalen Steinkellern reifen traditionelle untergärige Biere: das helle Lager Klíč mit 12 % Malzextrakt sowie Luž mit 10 % und Sklář mit 8 %. Die geführte Besichtigung dauert etwa 40 Minuten, erklärt den gesamten Bierherstellungsprozess und umfasst eine Verkostung. Sie ist für Gruppen ab 10 Personen möglich, muss vorab vereinbart und gebucht werden.
Touristische Informationstafeln mit Karten, QR-Codes zu digitalen Informationen sowie gedruckte Materialien im Informationszentrum erleichtern die eigene Orientierung. Im Sommer nutzen Sie zusätzlich den Horský expres für einen ganztägigen Ausflug von Cvikov in die deutschen Orte Jonsdorf und Oybin. Wenn Sie eine Unterkunft in Cvikov suchen, können Sie damit Natur, Kultur, Wege und regionale Brautradition in einer gemeinsamen Ortswahl berücksichtigen.
Weitere Ziele auf dieser Ebene
Für die weitere Recherche finden Sie außerdem Žďár, Velký Valtinov, Kozly U České Lípy, Chlum U Dubé, Kravaře V Čechách, Horní Libchava, Pertoltice Pod Ralskem und Noviny Pod Ralskem.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Česká Lípa.