Velhartice – Burg, Lehrpfad und Naturschutzgebiet Borek
Velhartice verbindet eine außergewöhnliche Burganlage mit Waldlandschaft, geschützten Naturflächen und kleinen Museen. Besonders eindrucksvoll ist die weltweit einzigartige Steinbrücke auf der Burg: Sie verbindet die baulichen Überreste des sogenannten Rajský-Palasts mit dem vorderen Turm. Damit bietet der Ort ein kulturelles Ziel, das sich mit einem Lehrpfad und Naturerlebnissen verbinden lässt.
Burg Velhartice und ihre Geschichte
Die Burg Velhartice wurde an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert gegründet und vermutlich als Stammsitz der Herren von Velhartice errichtet. Der Besichtigungsrundgang „Gotický hrad“ widmet sich der Geschichte und der baulichen Entwicklung der Burg vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Eine weitere historische Besonderheit betrifft die böhmischen Kronjuwelen: Sie wurden einst auf der Burg verborgen, um die Krönung Jiří von Poděbrad zum König zu verhindern. Auch im Vorburggelände gibt es viel zu entdecken. Das Freilichtmuseum der Volksarchitektur besteht aus wertvollen Gebäuden der Volksarchitektur, die aus dem Vorland des Pošumaví hierher versetzt wurden. Sein Rundgang ist seit 2009 offiziell für Besucher zugänglich, zunächst als Außenbesichtigung. Das Freilichtmuseum ist unabhängig von den Öffnungszeiten der Burg frei zugänglich – ein eigenständiger Anlaufpunkt neben dem Burgbesuch.Waldlandschaft und Lehrpfad
Das Naturschutzgebiet Borek u Velhartic schützt im Pošumaví einen Relikt-Kiefernwald. Er gilt als Rest der natürlichen Verbreitung der Kiefer. Das Schutzgebiet umfasst Waldbestände am rechten Ufer der Ostružná am nördlichen und teilweise östlichen Hang des Bork, südlich von Velhartice. Es liegt auf 587 bis 800 Metern Höhe; der Borek erreicht 859,1 Meter. Der Lehrpfad Velhartice beginnt am Parkplatz unterhalb der Burg. Anschließend führt er durch den Ort, durch die örtlichen Wälder und in das Naturschutzgebiet Borek. So lässt sich der Burgbesuch mit einer Route verbinden, die historische Eindrücke und die Landschaft des Pošumaví zusammenführt, ohne dass dafür ein zweites Zielgebiet eingeplant werden muss.Weitere Entdeckungen im Ort
Zur Kulturgeschichte von Velhartice gehört auch die Friedhofskirche St. Maria Magdalena bei Velhartice, die 1373 gegründet wurde. Ihr wird die Sage zugeschrieben, die dem Stoff von Karel Jaromír Erbens Ballade „Svatební košile“ zugrunde liegt. Der Jüdische Friedhof in Velhartice ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Erhalten sind weniger als 60 Grabsteine; der jüngste stammt aus dem Jahr 1934. Das Gelände ist verschlossen, den Schlüssel können Sie auf der Burg Velhartice ausleihen. Für die Besichtigung gehört dieser Zugangshinweis daher zur konkreten Orientierung vor Ort. Eine andere Perspektive auf die Region bietet das Muzeum minerálů Velhartice. Das kleine private Museum zeigt eine Sammlung von Steinen aus der Šumava und dem Pošumaví. Präsentiert werden Mineralien aus Tschechien und anderen Teilen der Welt, ergänzt durch Geschichten über ihre Fundorte und Wissenswertes für Kinder und Erwachsene. Busse aus Klatovy und Sušice fahren direkt nach Velhartice. Die Haltestelle liegt etwa 1 Kilometer vom Burgtor entfernt. Für die Anreise mit dem Auto steht ein kostenloser Parkplatz etwa 300 Meter von der Burg Velhartice entfernt zur Verfügung; der Weg zur Burg ist barrierefrei.Weitere verlinkte Orte auf dieser Übersicht sind Chlistov, Bilenice, Myslovice, Mokrosuky, Poleň, Vrhaveč, Sveradice und Pačejov.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Klatovy.
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