Myslovice

Myslovice liegt in einem Tal, das von bewaldeten Hügeln umgeben ist. Der Ort verbindet damit eine klar erkennbare Landschaft mit kleinen kulturellen und historischen Entdeckungen: Auf dem Dorfplatz steht eine als Kulturdenkmal eingestufte Kapelle, im Gemeindegebiet erinnern fünf Kreuze an lokale religiöse Traditionen, und ein verbliebener Schornstein verweist auf die frühere Ziegelherstellung. Für Sie entsteht so ein Reiseziel, dessen Besonderheiten nicht in einer langen Liste großer Sehenswürdigkeiten liegen, sondern in den Spuren, die sich direkt im Ort und seiner Umgebung entdecken lassen.

Kapelle und Zeichen im Ortsbild

Die Kapelle der heiligen Maria Magdalena wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut. Sie steht auf dem Dorfplatz an der Hauptstraße und besitzt dadurch einen eindeutig beschriebenen Platz im Ortsbild. Ihre Einstufung als Kulturdenkmal macht sie zu einem wichtigen kulturellen Bezugspunkt von Myslovice. Wer den Ort erkundet, kann die Kapelle daher als konkreten Ausgangspunkt für den Blick auf die Geschichte und den Charakter der Gemeinde wahrnehmen, ohne dass dafür eine größere Sehenswürdigkeit vorausgesetzt werden muss.

Zum sichtbaren Erbe des Gemeindegebiets gehören außerdem fünf Kreuze. Vier davon bestehen aus Gusseisen und stehen auf steinernen Sockeln. Das fünfte ist aus Holz gefertigt und zeigt eine Darstellung Jesu Christi. Die unterschiedliche Ausführung ist dabei besonders bemerkenswert: In Myslovice begegnen Ihnen nicht fünf gleichartige Objekte, sondern mehrere Formen lokaler Erinnerungskultur. Für einen Aufenthalt mit Interesse an regionaler Geschichte bieten diese Kreuze eine ergänzende Perspektive zur Kapelle.

Ein zertifizierter Naturgarten mit aktuellem Vorbehalt

Die Zahrada u malíře nimmt unter den Gärten der Umgebung eine besondere Stellung ein. Sie ist der erste und bislang einzige zertifizierte Naturgarten im Klatovy-Gebiet; im Plzeňský kraj gibt es vier solche Gärten. Bewirtschaftet wird sie ohne chemische Mittel, Kunstdünger und Torf.

Für Ihre konkrete Planung ist der aktuelle Status wichtig: Die Zahrada u malíře ist im Jahr 2026 vorübergehend für öffentliche Besuche geschlossen. Teile des Gartens werden noch rekonstruiert. Der Garten kann deshalb derzeit nicht als regulär zugänglicher Programmpunkt vorausgesetzt werden. Seine Auszeichnung und die besondere Bewirtschaftungsweise bleiben dennoch ein prägender Bestandteil des Ortsprofils.

Landschaft und Erinnerung an die Ziegelei

Die bewaldeten Hügel rund um das Tal geben Myslovice einen landschaftlichen Rahmen, während die Ortsgeschichte an einem ungewöhnlichen Relikt sichtbar bleibt. Noch steht der Schornstein einer ehemaligen Ziegelei. Er erinnert symbolisch an die lokale Herstellung hochwertiger Ziegel, die dort vor allem von der Familie Kámenova unter der Herrschaft von Obytce produziert wurden. Als Überrest einer früheren Produktion erzählt der Schornstein von einem historischen Abschnitt des Ortes und ergänzt damit die religiösen und denkmalgeschützten Elemente um ein wirtschaftsgeschichtliches Detail.

Für die weitere Orientierung im übergeordneten Umfeld können Sie auch Kocourov, Křenice, Měčín, Malý Bor, Dlouhá Ves U Susice, Domoraz, Chudenín und Horská Kvilda ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Klatovy.

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