Újezd Svatého Kríze – Kirche, Radroute und Český les

Újezd Svatého Kříže ist ein Ziel für Reisende, die Kulturgeschichte und Landschaft nicht getrennt betrachten möchten. Im Mittelpunkt stehen eine hochgotische Kirche mit erhaltenen historischen Spuren, die Geschichte eines ehemaligen Schlosses, die geschützten Landschaften des Český les und eine 31 km lange Radroute. Damit verbindet der Ort historische Entdeckungen mit Natur- und Aktivthemen für Ihre Reiseplanung.

Kirche, Friedhof und Schlossgeschichte

Die Kirche Povýšení sv. Kříže in Újezd Svatého Kříže ist ein hochgotischer Bau, der vor allem im klassizistischen Stil und Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut wurde. Im Presbyterium, dem Chorraum der Kirche, sind das ursprüngliche Gewölbe und Fragmente von Wandmalereien erhalten. Die ersten schriftlichen Hinweise auf die Existenz der Kirche stammen aus dem Jahr 1352. Neben der Kirche steht ein frühbarockes Pfarrhaus aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. So liegen Baugeschichte und erhaltene Details in einem eng verbundenen historischen Umfeld.

An die Kirche grenzt der Friedhof. Auf ihm befinden sich zahlreiche Grabsteine der früheren deutschen Einwohner der Gegend. Zur örtlichen Geschichte gehört außerdem das ehemalige Schloss. Es wurde 1978 nach seiner Verwüstung durch eine Einheit des Grenzschutzes gesprengt und war von einem Park umgeben. In den 1860er Jahren waren Josef, Quido und Amálie Mánes häufige Gäste des Schlosses und fertigten dort zahlreiche Zeichnungen an. So umfasst die historische Seite von Újezd Svatého Kříže nicht nur sakrale Architektur, sondern auch Erinnerungen an frühere Bewohner, ein verschwundenes Schloss und den Aufenthalt der drei Künstler. Der Friedhof verweist auf die regionale Bevölkerungsgeschichte, während die Schlossgeschichte den Ort mit Kunst und einer bewegten Vergangenheit verbindet.

Geschützte Landschaft und Radroute

Újezd Svatého Kříže liegt im Landschaftsschutzgebiet Český les und außerdem im Naturpark Český les–Domažlice. In der Umgebung liegen die Berge Železný vrch, Reichenstein, Schillerberg und Gradelhöhe. Für Ihre Reiseplanung bildet die Landschaft damit eine Ergänzung zu den historischen Zielen: Sie können den Ort über seine Bau- und Ortsgeschichte ebenso wie über die geschützte Umgebung und die Berge betrachten. Gerade diese Verbindung spricht unterschiedliche Interessen innerhalb einer Reise an, ohne dass Kultur und Natur getrennt voneinander stehen müssen.

Für das Radfahren ist die 31 km lange Radroute 2281 ein konkreter Orientierungspunkt. Sie führt durch Újezd Svatého Kříže und verbindet Nemanice mit Bělá nad Radbuzou. Die Streckenlänge gibt Ihnen eine greifbare Größe, wenn Sie einen aktiven Reisetag gedanklich einordnen und ihn von einem stärker kulturgeschichtlichen Schwerpunkt unterscheiden möchten. Im Umfeld liegen außerdem die Kocovy kameny, Felsgruppen mit in Stein gemeißelten Inschriften von Jagdgesellschaften. Sie befinden sich unterhalb des 862 m hohen Velký Zvon. Die Route und diese markanten Felsgruppen setzen verschiedene Schwerpunkte: Auf der einen Seite steht die Verbindung zwischen Orten, auf der anderen eine Landschaftsform mit historischen Inschriften. Beides macht die Umgebung für Reisende interessant, die Radfahren und Entdeckungen im Freien verbinden möchten.

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