Strašín – Kapellen, Wege und Natur
Strašín verbindet Kulturdenkmale, religiöse Orte, ungewöhnliche Naturformen und Wege mit klaren Etappenmöglichkeiten. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, an dem sich unterschiedliche Tagesideen verbinden lassen: ein Spaziergang zu einer Kapelle, ein Abschnitt des fast 50 Kilometer langen Rundwegs Lamberská stezka oder die Beschäftigung mit einer bis auf Weiteres geschlossenen Höhle, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auch literarisch ist der Ort verankert: Der Roman Hostinný dům von Karel Klostermann spielt in Strašín.
Kulturdenkmale in Strašín und Maleč
Ein markanter kultureller Bezugspunkt ist der steinerne Brunnen in Strašín. Er wurde 2004 zum Kulturdenkmal erklärt. In Maleč, einem Ortsteil von Strašín, steht auf dem Dorfplatz die barocke Kapelle St. Anna. Ihre Lage zwischen vier Linden gibt dem kleinen Bauwerk einen klar erkennbaren örtlichen Rahmen; zugleich ist die Kapelle als Kulturdenkmal geschützt.
Zur historischen Umgebung gehört außerdem ein ehemaliges Beinhaus neben der Kirche. Es enthält Wandmalereien, die auf das Jahr 1750 datiert werden. Der Hinweis auf das ehemalige Beinhaus und die datierten Malereien ergänzt die sichtbaren Sakralbauten um ein historisches Detail, das sich von einer gewöhnlichen Ortsbesichtigung unterscheidet.
Kapellen und ein etappenweiser Rundweg
Einen konkreten Spaziergang führt die Věštínská-Kapelle vor Augen. Sie liegt einen Kilometer nördlich von Strašín; das bestehende steinerne Bauwerk stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 2025 wurde die Kapelle von örtlichen Patrioten instand gesetzt und zugänglich gemacht. Sie dient als geistlicher Ort und als Ziel von Spaziergängen. Der Weg dorthin ist auch für Fahrräder und Kinderwagen geeignet, was für eine gemeinsame Unternehmung mit unterschiedlich mobilem Nachwuchs eine relevante Orientierung bietet.
Wer lieber längere Strecken in Abschnitten erkundet, findet im tschechischen Abschnitt der Lamberská stezka im Pošumaví einen fast 50 Kilometer langen Rundweg. Er kann etappenweise begangen werden und führt durch Strašín. Nahe dem Ortszentrum befindet sich an dieser Strecke die Wallfahrtskirche Mariä Geburt. Damit verbindet der Weg die größere Landschaft des Pošumaví mit einem konkreten kulturellen Bezug innerhalb des Ortes.
Geschützte Landschaft und eine nicht zugängliche Höhle
Südlich von Strašín liegt das Naturschutzdenkmal Mrazové srázy u Lazen. Es schützt einen ausgeprägten Frosthang mit einem Blockmeer, einem geomorphologischen Element, das für die Entwicklung des Böhmerwaldes charakteristisch ist. Der Ort steht damit für eine Landschaftsform, deren Besonderheit nicht in einer bebauten Sehenswürdigkeit, sondern in ihrer geologischen Gestalt liegt.
Eine andere Naturbesonderheit ist die Strašínská jeskyně, die auch Nezdická jeskyně heißt. Sie ist eine Spalthöhle, die in kristallinem Kalkstein entstanden ist, und wird als eine der größten Höhlen im Pošumaví bezeichnet. Für Ihre Planung ist jedoch entscheidend: Die Strašínská jeskyně ist bis auf Weiteres geschlossen, und ihre Höhlenräume sind bislang nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie gehört daher in die thematische Orientierung über Strašín, nicht als aktuell zugängliches Höhlenerlebnis in die Tagesplanung.
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