Slatina
Slatina zwischen Lehrpfad und steinernen Erinnerungsorten
Slatina eignet sich für Sie, wenn Sie Naturerlebnis und Kulturgeschichte in einem überschaubaren Ziel verbinden möchten. Der Ort bietet Rastplätze und touristische Informationstafeln. Zugleich führen mehrere Spuren in die Geschichte: zur Kapelle sv. Václava, zur barocken Nischenkapelle sv. Barbory „Na Hradcích“, zu Steinkreuzen und zur markanten Sonnenuhr von Slatina. Für Familien mit unterschiedlichen Interessen entsteht so eine Auswahl aus Bewegung, Entdeckung und stilleren Kulturorten, ohne dass Sie sich auf nur eine Art des Ausflugs festlegen müssen.
Lehrpfad „Okolím viklanu“ und Granitformation
Der Lehrpfad „Okolím viklanu“ beginnt an der Kapelle von Slatina. Seine Kennzeichnung erfolgt mit gelben touristischen Markierungen; entlang der Strecke stehen nummerierte Informationstafeln. Damit ist der Weg nicht nur ein Spaziergang durch die Landschaft, sondern auch eine Folge erklärender Stationen. Der Lehrpfad führt zur geschützten Granitformation Velký čertův náramek. Wer bei einem Ausflug gern ein konkretes Naturziel mit Informationen vor Ort verbindet, findet hier einen klar umrissenen Schwerpunkt für die Erkundung von Slatina.
Kulturorte mit unterschiedlichen Besuchsbedingungen
Die jüdische Geschichte des Ortes zeigt sich an zwei Orten, deren Zugänglichkeit unterschiedlich geregelt ist. Die Synagoge Slatina ist ein privates Gebäude und nicht für Besucher zugänglich. Außerdem ist sie in die Liste der staatlichen Kulturdenkmäler eingetragen und trägt die Registernummer 37216/4-3287. Der jüdische Friedhof in Slatina ist dagegen ganzjährig frei zugänglich. Diese Unterscheidung ist für Ihre Planung wichtig: Beide Orte gehören zur historischen Prägung Slatinas, können aber nicht in gleicher Weise besichtigt werden.
Sonnenuhr, Kapellen und Steinkreuze
Ein besonders eindrucksvolles Objekt ist die Sonnenuhr von Slatina. Sie besteht aus einem vier Meter langen und knapp drei Meter hohen Granitblock mit einem Gewicht von neun Tonnen. In den Granit sind astrologische Zeichen eingemeißelt. Die Sonnenuhr verbindet die außergewöhnliche Größe des Granitblocks mit astrologischen Zeichen, die direkt in seine Oberfläche eingemeißelt sind. Die Kapelle sv. Václava ergänzt diesen steinernen Akzent um einen klar datierten historischen Bezug: Sie wurde 1865 von der Gemeinde Slatina für 300 Gulden errichtet.
Eine weitere Station ist die gemauerte barocke Nischenkapelle sv. Barbory „Na Hradcích“. Sie steht auf einer Anhöhe bei einem Steinbruch links an der Straße nach Chanovice und stammt wahrscheinlich vom Ende des 18. Jahrhunderts. Im Katastergebiet von Slatina befinden sich außerdem mehrere Steinkreuze. So lässt sich der Ort über einzelne, unterschiedlich geprägte Zeugnisse entdecken: Lehrpfad und Granitformation stehen neben sakralen Kleindenkmälern und historischen Erinnerungsorten.
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