Rybník im Český les: Wege, Quellen und Geschichte

Rybník liegt im Herzen des Landschaftsschutzgebiets Český les und verbindet eine überwiegend aus Wäldern und Weideland bestehende Umgebung mit markierten Wegen, einer bemerkenswerten Quelle und Spuren regionaler Geschichte. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, an dem sich unterschiedliche Wandertage miteinander verbinden lassen: eine kurze Strecke zur Radbuzaquelle, längere Wege durch die Landschaft, ein Aussichtspunkt bei einer Burgruine und Einblicke in die frühere Glaskultur des südlichen Český les.

Markierte Wege bei Rybník und Zugang zur Radbuzaquelle

Eine besondere Verbindung ist die blau markierte, knapp 4 Kilometer lange touristische Route Rybník–Švarcava. Sie verbindet den Grenzübergang Švarcava mit Rybník und schließt dort an die rote touristische Route an. In der Umgebung von Rybník schließen touristische und Radwege direkt an vergleichbare Wege im bayerischen Teil des Český les an. So lässt sich die Orientierung über markierte Verbindungen auf beiden Seiten der Region fortsetzen.

Für längere Wanderungen bietet sich die rot markierte Baarova cesta an. Sie ist 7 Kilometer lang, die Hin- und Rückstrecke beträgt 14 Kilometer. Ebenfalls entlang der roten Markierung führt der Weg von Rybník zur Quelle der Radbuza; insgesamt ist diese Strecke etwa 10 Kilometer lang. Von Rybník aus führt außerdem ein markierter Weg zur am besten zugänglichen Quelle der Radbuza. Wer dafür einen kürzeren Zugang wählt, erreicht sie vom Parkplatz hinter Závist aus über 1,3 Kilometer; dieser Weg ist gut markiert.

Quelle, Wasserscheide und Landschaft

Die Radbuza entspringt im Český les unterhalb des Lysá auf 869 Metern über dem Meeresspiegel nahe Rybník im Okres Domažlice. Ein ungewöhnlicher Orientierungspunkt liegt im nahe gelegenen Závist: Das Haus Nr. 17 steht direkt auf der europäischen Wasserscheide. Das Wasser vom Dach fließt auf der einen Seite in Richtung Nemanický potok, Donau und Schwarzes Meer und auf der anderen Seite in Richtung Radbuza, Berounka, Moldau, Elbe und Nordsee. Zusammen mit den überwiegend aus Wäldern und Weideland bestehenden Landschaften gibt diese Wasserscheide der Umgebung einen anschaulichen geografischen Bezug.

Starý Herštejn und die Geschichte der Glasmacher

Nahe Pivoň und Rybník im Český les liegt Starý Herštejn, eine Burgruine und zugleich ein Aussichtsturm. Auf Starý Herštejn wurde im Jahr 2020 ein Aussichtsturm errichtet. Der Ort verbindet damit historische Spuren und einen konkreten Zielpunkt für eine Wanderung, ohne dass die Burgruine auf ihre heutige Funktion als Aussichtspunkt reduziert wird.

Auch die regionale Wirtschaftsgeschichte ist in der Umgebung von Rybník präsent. In der Nähe von Rybník gründete die Glasmacherfamilie Schürer die ersten historisch belegten Glashütten im südlichen Český les. Wer neben Landschaft und Wegen auch die Entwicklung der Region verstehen möchte, findet darin einen eigenständigen kulturellen Anknüpfungspunkt.

Spuren verschwundener Dörfer

Die meisten untergegangenen Dörfer im Český les liegen an örtlichen Straßen oder markierten Wanderwegen. Dadurch begegnen Ihnen historische Spuren nicht nur an einem einzelnen Museumspunkt, sondern auch entlang der Wege durch die Region. Ein konkretes Beispiel ist der Friedhof von Pleš: Deutsche Nachkommen richteten ihn in den Jahren 1992 bis 1994 würdig her; dabei wurden die Grundmauern der Friedhofskirche freigelegt.

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Weitere Orte auf dieser Reiseübersicht sind Nemanice, Kanice, Všepadly, Kvíčovice, Čermná, Draženov, Němčice und Holysov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Domažlice.

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