Všepadly entdecken
Všepadly verbindet eine überschaubare Landschaft mit bemerkenswerten Spuren der Ortsgeschichte. Das Gebiet liegt in flachem bis leicht geneigtem Gelände und eignet sich besonders für eine Reise, bei der Wege, Natur und historische Entdeckungen nebeneinanderstehen. Ein zentraler Ausgangspunkt für die Orientierung ist die 34 km lange touristische Route M 1 (1411). Sie führt über Domažlice, Chrastavice, Milavče, Hradiště, Netřeb und Všepadly weiter in Richtung Klatovsko und Švihov.
Routen und Landschaft rund um Všepadly
Durch das Gebiet führen eine Radroute und eine touristische Route, die zur Verbindung touristisch attraktiver Orte sowie zum Wandern und Radfahren genutzt werden. Eine Nebenstraße verläuft durch Všepadly; anschließend führt die Radroute Nr. 2192 weiter nach Černíkovo. Damit lassen sich unterschiedliche Formen der Fortbewegung miteinander verbinden, ohne den Ort auf ein einzelnes Ausflugsziel zu reduzieren.
Ein prägendes Landschafts- und Naturelement ist der Všepadelský rybník im südlichen Teil des Gebiets. Der Teich gilt als wasserwirtschaftliches Wahrzeichen, umfasst etwa 7,8 ha und wird vom Bach Merklinka gespeist beziehungsweise begleitet. Gerade dieser Wechsel zwischen Wegen und Wasserfläche gibt Všepadly ein konkretes landschaftliches Profil.
Denkmäler und historische Zeugnisse
Všepadly wurde erstmals 1379 erwähnt. Im Zentrum, zwischen den Häusern Nr. 13 und 14, steht das Denkmal Nr. 1873. Seine Inschrift lautet „Padlým rodákům všepadelským 1914 – 1918“; außerdem befinden sich dort neun Fotografien gefallener Soldaten. Das Denkmal macht die Ortsgeschichte an einem genau bezeichneten Platz sichtbar und ergänzt die älteren Spuren des Dorfes um ein Zeugnis des 20. Jahrhunderts.
Zur sakralen Geschichte gehört die etwa 2 m hohe Všepadly-Madonna. Die frühbarocke Statue stammt aus der abgerissenen Kirche sv. Václava in Úboč und wird heute sicher verwahrt. Früher befand sie sich in der Kapelle der Jungfrau Maria. Diese rechteckige Kapelle aus dem 19. Jahrhundert steht in der Nähe von Všepadly auf einer niedrigen Anhöhe unter Linden, südwestlich des Ortes. Die Verbindung zwischen dem heutigen Aufbewahrungsort der Madonna und ihrer früheren Kapelle sollte deshalb historisch verstanden werden, nicht als Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung.
Eine weitere markante Sakralanlage ist die sechseckige Kapelle sv. Václava in Všepadly. Sie stammt aus dem Jahr 1775 und besitzt ein Zeltdach. Ergänzt wird das Ortsbild durch die Mühle „Josefa Hergera“ mit der Hausnummer 18 sowie durch den großen Wirtschaftshof Košetice oberhalb von Všepadly, dessen Gründung in die Barockzeit zurückreicht. Mehrere Gebäude aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zeigen zudem eklektizistische Gestaltung mit erhöhten Giebeln und plastischem Fassadenschmuck.
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