Lom u Tachova entdecken

Ein Dorfanger voller Geschichte

Lom u Tachova zeigt seinen besonderen Charakter bereits in der Ortsmitte: Der Ort ist um einen großen, kreisförmigen Dorfanger angeordnet. An seinem Rand steht eine spätbarocke Kapelle aus dem Jahr 1819, die der Jungfrau Maria geweiht ist. Die Marienkapelle wurde 2004 restauriert. Ihre Fassade besitzt eine Nische mit einer Statue des heiligen Florian – ein Detail, das beim Erkunden des Dorfangers leicht zum eigenen kleinen Entdeckungsmoment wird.

Die Geschichte des Ortes reicht deutlich weiter zurück. Lom u Tachova wurde erstmals 1379 schriftlich erwähnt. An der Straße nach Brod nad Tichou steht vor dem Haus Nr. 47 ein spätgotischer, auf 1594 datierter Bildstock. Das steinerne Objekt trägt den Namen „Boží muka“ und besitzt einen polygonalen Pfeiler sowie einen Aufsatz, der von einem Eselsrückenbogen bekrönt wird. Hinter dem Haus Nr. 25 gelten ein tonnengewölbter Keller und in seiner Umgebung sichtbare niedrige Erdaufhöhungen als mögliche Reste der früheren Tvrz. Gerade solche verstreuten Zeugnisse machen den Ort für Besucher interessant, die historische Details lieber direkt im Ortsbild entdecken als nur in einer Ausstellung.

Vom alten Mühlenstandort zur besonderen Entdeckung

Ein weiterer markanter Ort ist der Lomský mlýn. Er wird bereits 1615 erwähnt und trug früher den Namen Birlmühle. Der erhaltene Mühlenstandort wird zur Erholung genutzt und ist über die Straße von Lom nach Klíčov erreichbar. Vor dem Lomský mlýn steht seit 1829 eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus der Werkstatt von G. Böhm. Die Granitplastik ist 280 cm hoch, während die Figur selbst 94 cm misst. Damit bietet der Mühlenstandort nicht nur einen historischen Namen, sondern auch ein klar erkennbares Kunst- und Baudetail für einen Ausflug.

In der Nähe des Bahnübergangs befindet sich außerdem eine kreisförmige steinerne Stele. Auf ihr sind ein Schwert, eine abgetrennte Hand und Kreuzsymbole dargestellt. Zusammen mit dem Bildstock, der Kapelle und den Spuren der früheren Tvrz entsteht ein Ortsbild, in dem unterschiedliche Epochen auf engem Raum ablesbar sind, ohne dass die einzelnen Zeugnisse zu einer einzigen Sehenswürdigkeit zusammengefasst werden müssen.

Radfahren auf der Route 2138

Für aktive Tage ist die beschilderte Radroute 2138 eine konkrete Möglichkeit, Lom u Tachova in eine längere Strecke einzubeziehen. Die Route ist 55 km lang und führt von Mariánské Lázně über Lom u Tachova nach Přední Zahájí. Sie verläuft über Straßen sowie örtliche und Wirtschaftswege. Dabei wechseln asphaltierte, befestigte und unbefestigte Oberflächen. Die Strecke ist als mittelschwer eingestuft und eignet sich für Mountainbikes und Trekkingräder. Wer eine Unterkunft in Lom u Tachova sucht, kann den Ort daher als Ziel für historische Entdeckungen oder als Station an einer ausgewiesenen Radroute betrachten, ohne die beiden Reisearten vermischen zu müssen.

Anreise und weitere Orte

Der Bahnhof Lom u Tachova liegt an der Bahnstrecke 184 zwischen Domažlice und Planá u Mariánských Lázní. Für die weitere Suche nach einem passenden Ort in diesem Teil Tschechiens können Sie auch Kočov Kočov, Trpísty Trpísty, Tisová Tisová, Částkov Částkov, Dubec Dubec, Zhoř Zhoř, Třemešné Třemešné und Přimda Přimda ansehen. Lom u Tachova selbst verbindet dabei Dorfanger, historische Kleindenkmäler, den überlieferten Mühlenstandort und eine klar beschriebene Radroute zu einem ungewöhnlich detailreichen Reiseziel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Tachov.

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