Dražovice – Kapelle, Festungen und Radroute
Dražovice lässt sich über drei unterschiedliche Zugänge entdecken: über eine lange Ortsgeschichte, über die offene Landschaft am Nezdický potok und über die 32 km lange Radroute „Okolo Sušice“. Dazu kommt die Kapelle des heiligen Wenzel, die aus dem Jahr 1760 stammt und sich an einer optisch hervorgehobenen Stelle auf dem Dorfplatz befindet. Wenn Sie eine Unterkunft für Dražovice suchen, können Sie daher zunächst entscheiden, ob Sie den Ort vor allem als kulturgeschichtlichen Platz, als Landschaftserlebnis oder als Station einer Radtour kennenlernen möchten.
Radroute und Landschaft rund um Dražovice
Die 32 km lange Radroute „Okolo Sušice“ führt über Dražovice.
Ein zweiter Zugang zur Umgebung ist der Nezdický potok. Er durchquert das Gebiet von Dražovice in einer überwiegend breiten, begrünten Wiesenaue und ist ein rechter Nebenfluss der Otava. Die Landschaft wird dadurch nicht nur über einen Gewässernamen greifbar, sondern auch über ihre konkrete Form: offene Wiesen begleiten den Bachlauf. Wer neben historischen Spuren auch einen landschaftlichen Kontrast sucht, findet hier einen eigenständigen Aspekt des Ortes, ohne ihn mit der Radroute gleichzusetzen.
Kapelle und Festungsgeschichte
Die Kapelle des heiligen Wenzel stammt aus dem Jahr 1760 und befindet sich an einer optisch hervorgehobenen Stelle auf dem Dorfplatz von Dražovice. Ihr Baujahr und ihre Lage geben der Ortsmitte einen klaren historischen Bezugspunkt. Das Baujahr 1760 ordnet sie zeitlich nach den Festungsanlagen ein. Für einen Rundgang durch den Ort verbindet sich damit ein einzelnes, präzise datiertes Bauwerk mit dem öffentlichen Raum des Dorfplatzes.
Für den 17. November 2024 und erneut für den 17. November 2025 war in Dražovice jeweils ein Lampionumzug mit Treffpunkt an der Kapelle angesetzt. Zusätzlich war für 2024 ein Masopustumzug vorgesehen, der wie im Vorjahr durch den Ort ziehen sollte.
Die Geschichte von Dražovice reicht jedoch deutlich weiter zurück. Spätestens 1356 stand hier eine gotische Festung. 1356 ist daher kein gesichertes Baujahr, sondern ein Zeitpunkt, zu dem die Festung bereits bestand. Auf dem Gelände der alten Festung sind ein etwa 25 m breiter zentraler Hügel sowie zwei Wälle- und Grabensysteme erhalten. Die Angabe von etwa 25 m bezieht sich auf den zentralen Hügel, nicht auf das gesamte Festungsgelände.
Eine weitere historische Schicht bildet die neue Renaissancefestung von Dražovice. Sie wurde in den 1530er- oder 1540er-Jahren im Areal eines Meierhofs errichtet. Die Datierung in die 1530er- oder 1540er-Jahre lässt offen, in welchem der beiden Jahrzehnte die Errichtung erfolgte. Heute befindet sie sich in Privatbesitz und wird als Wohngebäude genutzt.
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