Bezdružice: Wege, Bahn und Schloss

Bezdružice verbindet Bahntradition, Wege durch die Landschaft und Kulturgeschichte zu einem Reiseziel mit deutlich unterschiedlichen Erlebnisformen. Die Bezdružická lokálka, der Rundweg „Údolím Úterského a Nezdického potoka“ und das Schloss oberhalb des Stadtplatzes eröffnen jeweils einen eigenen Zugang zur Stadt. Ergänzt wird das Ortsbild durch Glaskunst, historische Sakralbauten, einen jüdischen Friedhof und den Zaječí rybník in der näheren Umgebung.

Bahntradition und Eisenbahnmuseum

Die Bezdružická lokálka fährt seit 1901 von Pňovany über Konstantinovy Lázně nach Bezdružice. Auf der Strecke werden für Besucher nostalgische Dampfzüge eingesetzt. Einen vertieften Blick auf diese Geschichte bietet das Eisenbahnmuseum Bezdružice. Es befindet sich in einem historischen Bahnlager neben dem Bahnhofsgebäude in Bezdružice und widmet sich der Geschichte des Eisenbahnverkehrs im Plzeňský kraj, insbesondere der Strecke Pňovany–Bezdružice.

Für den Museumsbesuch ist die Öffnungsregelung ein wichtiger Unterschied zu einem frei zugänglichen Ausflugsziel: Das Eisenbahnmuseum ist in der Regel nur während besonderer Veranstaltungen an der Strecke oder nach vorheriger Vereinbarung geöffnet. Wer die Eisenbahngeschichte gezielt einplanen möchte, sollte diese Form des Besuchs berücksichtigen.

Ein Rundweg mit regionalem Thema

Der Lehrpfad „Údolím Úterského a Nezdického potoka“ ist ein 13,5 Kilometer langer Rundweg über markierte Wanderwege. Er beginnt und endet am Kryštof-Harant-Platz in Bezdružice. Sein Hauptthema ist die Geschichte des Mühlenwesens in der Umgebung von Bezdružice an den Bächen Úterský potok und Nezdický potok. Damit verbindet der Weg eine klar definierte Strecke mit einem konkreten Einblick in die frühere Nutzung der örtlichen Gewässer.

Schloss, Glaskunst und Kulturdenkmäler

Das barocke Schloss Bezdružice steht auf einer Anhöhe oberhalb des Stadtplatzes. In seinen gotischen Räumen ist eine Dauerausstellung moderner tschechischer Glaskunst von Schülern des Professors S. Libenský zu sehen. Im Schloss zeigt außerdem das Muzeum české sklářské tvorby Arbeiten tschechischer Glaskünstler, darunter S. Libenský, J. Brychtová, V. Cigler, B. Eliáš, J. Harcuba, M. Karel, V. Kopecký und R. Roubíček.

Die Synagoge in Bezdružice hat den Status eines unbeweglichen Kulturdenkmals. Der jüdische Friedhof in Bezdružice trägt auch die Bezeichnung Řešín und umfasst 183 Grabsteine, die überwiegend aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Die heutige Kirche in Bezdružice wurde 1710–1711 errichtet. So stehen am selben Reiseziel barocke Architektur, moderne tschechische Glaskunst und Zeugnisse jüdischer Geschichte nebeneinander.

Wasser und Radfahren

In der näheren Umgebung von Bezdružice, in Richtung Řešín, bietet der Zaječí rybník Möglichkeiten zum Angeln und zur Erholung sowie in den Sommermonaten zum Baden. Für eine aktive Erkundung auf zwei Rädern beginnt und endet die Radroute „Po kopcích, potocích a vsích Bezdružicka“ in Bezdružice. Zusammen mit dem markierten Wanderweg stehen damit zwei unterschiedliche Rundkurs-Formate zur Verfügung: eines zu Fuß mit dem Thema Mühlenwesen und eines mit dem Fahrrad durch die Orte, Bäche und Dörfer der Bezdružicka.

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