Radiměř: St. Anna, Hügellandschaft und Motýlí království

Radiměř verbindet eindrucksvolle Kulturgeschichte mit einer hügeligen Landschaft und besonderen Naturflächen. Im Zentrum steht der Kirchen- und Friedhofskomplex von St. Anna, während sich außerhalb des Ortes Wiesen, Wälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Weiden erstrecken. Hinzu kommen eine markierte Radroute und das Radiměřské Motýlí království mit einer bemerkenswerten Artenvielfalt. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt Kultur, Landschaft und eine aktive Entdeckungstour miteinander verbinden möchten, bietet Radiměř dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.

St. Anna im Zentrum von Radiměř

Der Kirchen- und Friedhofskomplex von St. Anna befindet sich im Zentrum von Radiměř in markanter Lage. Die denkmalgeschützte Kirche ist ein spätbarocker Bau aus den Jahren 1771–1776. Ihre Geschichte reicht jedoch weiter zurück: Im Bau ist ein ursprünglich gotisches Presbyterium aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erhalten. Es blieb als östliche Kapelle bestehen und bildet damit einen sichtbaren historischen Bezug zur älteren Baugeschichte des Ortes. Auch im Inneren bewahrt St. Anna ein besonderes Kunstwerk. Dort befindet sich eine spätgotische Reliefschnitzerei aus Holz der heiligen Anna Samotřetí aus dem frühen 16. Jahrhundert. Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten von Radiměř gehört außerdem die Kapelle St. Johannes. Gemeinsam mit der Dreifaltigkeitssäule aus dem Jahr 1888 zeigen diese Sakraldenkmäler unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte, ohne dass Radiměř auf nur eine Epoche festgelegt ist.

Hügelige Landschaft und seltene Natur

Die Landschaft von Radiměř ist hügelig und wird von Wiesen, Wäldern, landwirtschaftlich genutzten Flächen und Weiden geprägt. Vom höchsten Punkt des gesamten Městys Radiměř reicht der Blick über die umliegende Landschaft, die benachbarten Gemeinden und die Stadt Svitavy. Damit lässt sich die Umgebung nicht nur über einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch über ihre wechselnden Landschaftsräume wahrnehmen. Eine besondere Naturausprägung findet sich im Radiměřské Motýlí království bei Radiměř, unweit des ostböhmischen Svitavy. Das Gebiet umfasst wärmeliebende Hänge, Feldraine und verstreute Obstgärten mit kurzgrasigen Trockenrasen und mesophilen Wiesen. Stellenweise gibt es sehr trockene, natürlich waldfreie weiße Hänge sowie kleine Feuchtgebiete. Dieser Gegensatz verschiedener Lebensräume trägt zur sehr hohen Artenvielfalt bei. Dazu gehören mehrere Orchideenarten und Dutzende Arten von Tagfaltern. Im Gebiet kommt auch der kritisch gefährdete Bläuling modrásek černoskvrnný vor. Dort liegen offene, trockene und feuchtere Landschaftselemente eng nebeneinander.

Radiměř als Teil einer anspruchsvollen Radroute

Auch die Geschichte der Landschaft reicht über den Ortskern hinaus. Abschnitte des Radiměřský potok bildeten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Radiměř zugleich die historische Landesgrenze zwischen Böhmen und Mähren. Diese Verbindung von Naturraum und Regionalgeschichte ergänzt die kulturellen Sehenswürdigkeiten um eine weitere örtliche Besonderheit. Für aktive Tage ist die Radiměř–Svojanov-Radroute relevant. Sie führt über Radiměř, Rohozná und Svojanov und ist durch Straßenbeschilderung markiert. Ihr Verlauf ist anspruchsvoll, aber für alle Arten von Fahrrädern geeignet. Weitere Orte, die Sie für Ihre Reiseplanung ansehen können, sind Sebranice, Bystré U Poličky, Sloupnice, Strakov, Příluka, Široký Důl, Vítějeves und Vendolí.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Svitavy.

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