Oldris: Zwischen Wäldern, Rätselwanderung und Kultur
Oldřiš verbindet geschützte Landschaft, bewaldete Höhen und ungewöhnliche Zeugnisse der Ortsgeschichte. Der südliche Teil liegt im Landschaftsschutzgebiet Žďárské vrchy. Zugleich geben der Černý potok, traditionelle Bauernhöfe und eine abwechslungsreiche Rätselwanderung dem Ort einen eigenen Charakter. Wenn Sie mit Kindern im Schulalter unterwegs sind oder Natur und Kultur miteinander verbinden möchten, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Erlebnisse.
Landschaft zwischen Černý potok und Waldgebieten
Oldřiš liegt im Tal des Černý potok, der zu den Zuflüssen der nahe gelegenen Svratka im Einzugsgebiet der Morava gehört. Die Südspitze des Ortes bildet ein zusammenhängendes Waldgebiet, den Wald Žleby. Im Norden ist Oldřiš durchgehend bewaldet; dort wird die Landschaft vom Wald Královec gebildet. Auch die Lokalität U Třech buků steht in Verbindung mit reizvollen Waldwinkeln des Waldes Dolní Štamberk. Zum Naturraum kommen mehrere kulturgeschichtliche Orte und Denkmale hinzu.
Die Rätselwanderung „Cesta za Oldřišským pokladem“
Eine besonders konkrete Möglichkeit, Oldřiš zu entdecken, ist die sechs Kilometer lange Rätselwanderung „Cesta za Oldřišským pokladem“ für Kinder im Schulalter und Erwachsene. Sie dauert ungefähr vier bis fünf Stunden, ist nicht für Kinderwagen geeignet und erfordert festes Schuhwerk. Der Start liegt bei Můj obchod am unteren Ende von Oldřiš; die Anleitung befindet sich in einem schwarzen Kasten. Am Gemeindeamt von Oldřiš endet die Strecke, wo eine Schatztruhe auf die Teilnehmenden wartet.
Bauernhöfe, Kapellen und Spuren der Ortsgeschichte
Zu den charakteristischen Gebäuden gehören traditionelle Bauernhöfe des Typs „poličské dvorce“. Sie sind zur Hälfte aus Holz und zur Hälfte aus Mauerwerk errichtet. Bei der Lokalität U zbořených mostů liegt ein Teich, an dem zwei steinerne Bögen einer alten Brücke erhalten sind, die Oldřiš und Široký Důl verbindet. An der Fassade der Orlovna sehen Sie eine Darstellung des heiligen Wenzel zu Pferd; das Gebäude wurde am 28. September 1929 eröffnet.
Auch kleinere Denkmale gehören zum Ortsbild. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen Boží muka, traditionelle Wegkapellen beziehungsweise Bildstöcke. Das Wegkreuz bei Roušar wurde nach einer Beschädigung durch den Fall eines Baumes bei einem Sturm im Jahr 2014 restauriert und an seinem ursprünglichen Standort wiederhergestellt. Die Kapelle sv. Františka z Assisi enthält Marmor direkt aus dem Gebirge Monte Subasio. Nach Absprache mit dem Bürgermeister kann sie für Hochzeiten sowie andere kirchliche und zivile Zeremonien genutzt werden.
Unterwegs zu Fuß oder mit dem Fahrrad
Für Radfahrer führt der Radweg 4022 durch Oldřiš. Sein Verlauf reicht von Polička über Sádek und Oldřiš bis nach Borová. Für die Anreiseorientierung ist außerdem wichtig, dass der Bahnhof Oldřiš in das integrierte Verkehrssystem IREDO eingebunden ist.
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