Radkov – Hradisko, Třebůvka und historische Spuren
Radkov verbindet archäologische Spuren, historische Bauwerke und markierte Radwege zu einem Reiseziel mit klar erkennbarem Charakter. Besonders eindrucksvoll ist das Radkovské hradisko: Die Anlage erzählt von der mittelalterlichen Geschichte des Ortes und eröffnet zugleich einen konkreten Zugang zu den Landschafts- und Kulturthemen der Umgebung.
Das Radkovské hradisko und seine mittelalterlichen Spuren
Das Radkovské hradisko ist eine bedeutende archäologische Fundstätte des Mittelalters und des Hochmittelalters im Katastergebiet Gruna südlich von Radkov. Zu den dort erfassten Typen gehören eine Befestigung, eine Feste und eine Höhensiedlung. Das Radkovské hradisko ist über 200 m lang und 70 m breit. Das Vorwerk des „Radkovské hradisko“ wurde durch eine 60 m lange und 280 cm starke Schildmauer geschützt. Von der befestigten Siedlung Radkov und ihrer Befestigung ist bis heute außerdem ein in den Fels gehauener Graben im Gelände sichtbar; seine Breite beträgt bis zu 30 m. Wer sich für die Entwicklung historischer Siedlungen interessiert, findet hier daher nicht nur einen Ortsnamen, sondern mehrere überlieferte Formen von Befestigung und Besiedlung. Die Geschichte Radkovs reicht bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Damals wurde die befestigte Kleinstadt Radkov mit einem kleinen Burgsitz gegründet. Die archäologischen Bezeichnungen und die sichtbaren Geländespuren stehen damit im Zusammenhang mit einer Siedlungsgeschichte, die den Ort über Jahrhunderte geprägt hat.Třebůvka, Mühle und erhaltene Dorfstrukturen
Radkov liegt am Fluss Třebůvka. Zur historischen Prägung des Ortes gehört die Mühle Dolní, Fleckův mlýn, die erstmals 1680 unter dem Namen „Rottendorf mühle – Radkovský mlýn“ erwähnt wurde. Für das Jahr 1835 ist sie als gemauertes Mühlengebäude mit zwei Rädern überliefert. Angetrieben wurden diese Räder von einem Mühlgraben am rechten Ufer der Třebůvka. Neben der Mühlengeschichte gehören unterschiedlich gut erhaltene ursprüngliche Gehöfte und Bauernhöfe zum Ortsbild von Radkov. In Radkov und im benachbarten Rozstání sind außerdem erhaltene Glockentürme überliefert. Diese verschiedenen Zeugnisse ergänzen die Geschichte des hradisko um alltagsnahe Bau- und Dorfstrukturen.Zwei markierte Radwege mit unterschiedlichen Streckenbezügen
Für eine Erkundung mit dem Fahrrad bieten die markierten Wege konkrete Orientierung. Der Radweg Nr. 506 führt von Moravská Třebová nach Městečko Trnávka über Linhartice, Radkov und Rozstání. Radkov liegt damit auf einer ausgeschilderten Verbindung zwischen mehreren Orten. Der Radweg Nr. 4043 nimmt einen anderen Ausgangspunkt: Er führt vom Radkovské hradisko über Gruna und Žipotín nach Nad Svojanovem. So stehen für die Routenplanung sowohl eine Verbindung durch Radkov als auch eine Strecke mit direktem Bezug zur archäologischen Anlage zur Verfügung. Welche der beiden Strecken besser zu Ihrem Aufenthalt passt, können Sie anhand des jeweiligen Ausgangspunkts und Verlaufs prüfen. Für die weitere Suche nach Reisezielen können Sie außerdem Jaroměřice, Hartinkov, Kukle, Banín, Osík, Makov, Březinky und Sebranice aufrufen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Svitavy.
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