Brloh – Steinbruch, Lehrpfad und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Brloh
Brloh zeigt auf engem Raum ungewöhnliche Spuren von Erdgeschichte und Ortsgeschichte. Im Mittelpunkt steht der aufgelassene Steinbruch Brloh mit seinen Felsblöcken und Felswänden, an denen Hinweise auf die Urgeschichte sichtbar sind. Dazu kommen ein geologischer Lehrpfad, der Brložský Trilobit mit seinem Veranstaltungsprogramm und die erhaltenen Geländereste einer wenig bekannten Festeanlage. Wer einen Ort nicht nur über ein einzelnes Ausflugsziel kennenlernen möchte, findet hier verschiedene Themen, die sich sachlich voneinander unterscheiden.
Steinbruch und geologischer Lehrpfad
Der Steinbruch Brloh liegt am südwestlichen Rand von Brloh im Tal des Brložský potok, etwa 50 Meter westlich des bebauten Gebiets. Die geologische Besonderheit lässt sich am Aussichtspunkt oberhalb der Steinbruchwand beschreiben: Dort geht der Quarzsandstein bis Quarzit in Konglomeratsandstein mit bearbeiteten Quarz- und Lyditgeröllen von bis zu 1,5 Zentimetern Größe über. Diese Abfolge macht den Aussichtspunkt zu einem konkreten Ort für alle, die Gesteine nicht nur als Landschaftshintergrund betrachten möchten. Quarzit bezeichnet ein sehr hartes, quarzreiches Gestein; Konglomeratsandstein enthält gröbere Gerölle in einer sandigen Gesteinsmasse.
Der Steinbruch ist Teil eines geologischen Lehrpfads, der die Geschichte der Erde abbildet. Auch die sichtbaren Hinweise auf die Urgeschichte an Felsblöcken und Felswänden gehören zu diesem thematischen Zusammenhang. Für die Orientierung ist eine wichtige Einschränkung dokumentiert: Der Steinbruch Brloh ist über wegloses Gelände zu erreichen und liegt mehr als 250 Meter von der Straße entfernt.
Der Brložský Trilobit
Ein weiterer eigenständiger Bezugspunkt ist der Brložský Trilobit. Die Veranstaltung ist für 2016 als zweite und für 2026 als zwölfte Ausgabe belegt. Die zwölfte Ausgabe begann am 29. August 2026 mit einem Lehrpfad von 13:30 bis 14:30 Uhr. Für diesen Termin sind außerdem thematische Workshops dokumentiert. Damit steht neben der geologischen Beschaffenheit des Steinbruchs auch eine veranstaltungsbezogene Auseinandersetzung mit dem Thema Trilobiten und Erdgeschichte im Ortsbild von Brloh.
Geländereste einer Festeanlage
In Brloh sind nahe einem Teich Geländereste der Akropolis einer wenig bekannten Festeanlage erhalten. Die Akropolis bezeichnet den oberen oder zentralen Bereich einer befestigten Anlage. Das Areal ist mit dem Haus Nr. 27 bebaut. Gerade diese konkrete Überlagerung aus erhaltenen Geländeresten und heutiger Bebauung unterscheidet den Ort von einem frei stehenden, vollständig erhaltenen Bauwerk. Sie gehört zu den Ortsdetails, die sich von den geologischen Themen des Steinbruchs klar abheben.
Der Brložský potok
Der Brložský potok fließt durch Brloh und mündet in die Elbe. Der Steinbruch Brloh liegt im Tal des Baches.
Wenn Sie neben Brloh weitere Ziele derselben übergeordneten Auswahl betrachten möchten, finden Sie auch Urbanice, Mikulovice, Časy, Staré Hradiště, Vápno, Černá U Bohdanče, Ostřetín und Bukovina Nad Labem.
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