Polomí – Dorfanger, sakrale Details und ländliche Entdeckungen
Unterkünfte in Polomí
Polomí verbindet ein charakteristisches Dorfbild mit kleinen, bemerkenswerten Zeugnissen der regionalen Geschichte. Das Dorf im geneigten Tal am nördlichen Ende der Drahanské vrchoviny eignet sich für alle, die bei einer Reise durch Tschechien nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten, sondern auch überlieferte Ortsdetails, sakrale Kunst und ländliche Eindrücke entdecken möchten.
Ein Straßendorf mit eigenem Ortsbild
Polomí ist ein durch einen Dorfanger geprägtes Straßendorf. Den Anger säumen locker angeordnete ursprüngliche ebenerdige Gebäude mit einem Halbstock im Dachbereich. Der Dorfanger und die entlang der Straße gereihten Häuser prägen gemeinsam das Ortsbild und verleihen Polomí seinen unverwechselbaren Charakter. Bei einem Spaziergang lassen sich dabei die lockere Anordnung am Anger und die Dachbereiche mit Halbstock gemeinsam betrachten. Die wahrscheinlich älteste schriftliche Erwähnung von Polomí stammt vom 20. Mai 1301.
Glockenturm, Wegkreuz und Freiheitslinden
Zu den markanten Kulturzeugnissen zählt der Glockenturm des heiligen Martin, der vom Ende des 18. Jahrhunderts stammt. Seine Glocke wurde 1807 von Wolfgang Straub aus Olomouc gegossen. Sie trägt Reliefs der Heiligen Familie und der heiligen Barbara und bietet damit ein konkretes Detail, an dem sich die religiöse und kunsthandwerkliche Überlieferung des Ortes ablesen lässt.
An der Straße steht außerdem ein Wegkreuz aus Sandstein aus dem Jahr 1939. Sowohl der Christus-Korpus als auch das Kreuz bestehen aus einem einzigen Stück Sandstein. In seiner Nähe wurden am 28. Oktober 1928 die Freiheitslinden gepflanzt. Anlass war der zehnte Jahrestag der Entstehung der Tschechoslowakei. Die Boží muka nahe den Linden und dem Kreuz stammen spätestens aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Sie zeigen Jesus, die Jungfrau Maria, den heiligen Josef und die heilige Ludmila. So liegen an der Straße mehrere eigenständige Erinnerungs- und Glaubenszeugnisse mit unterschiedlichen historischen Bezügen.
Wasser, Wald und besondere Entdeckungen
Auch die Landschaft hält in Polomí eigene Details bereit. Der Polomský potok entspringt direkt im Ort und tritt erst unterhalb der Bebauung wieder an die Oberfläche. Wer dem Gewässerverlauf nachgeht, sollte deshalb beachten, dass der Bach im Ort zunächst verborgen bleibt. Am Waldrand hängt neben dem Feldweg vom Spielplatz zur Försterhütte ein Bild der Mutter Gottes. Zudem soll sich der Maler Josef Mánes mehrmals direkt in Polomí aufgehalten haben – eine überlieferte Verbindung, die dem Ort eine weitere kulturelle Facette gibt.
Für Kinder gibt es in Polomí eine private Pferdestallung, die das Reiten sowie Tätigkeiten rund um die Pferdehaltung ermöglicht. Ein privater Landwirt bietet außerdem eigene Biolebensmittel an. Für die Orientierung vor Ort gibt es entlang der Durchfahrt durch Polomí eine neue Bushaltestelle.
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